ZIEGELHOFVIERTEL - Wer hätte das gedacht: Die Grundschule Röwekamp steht auf einem früheren Rübenfeld! Denn „Röwekamp“ ist plattdeutsch für „Rübenfeld“. Das und vieles mehr fanden die Schüler Sophia Goelles (10), Antonia Viebrock (7), Aaron Oracki (9), Malin Schute (9) und Antonia Schäpker (9) in dem Stadterkundungsprojekt „Communauten“ der Stiftung Niedersachsen heraus.

Betreut wurde das Projekt in Kooperation von Dr. Berit Pleitner, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universität, und Dr. Friedrich Scheele, Leiter des Amtes für Museen, Sammlungen und Kunsthäuser. „Es nahmen Schüler von der Klasse zwei bis zur Oberstufe teil. Mit Hilfe von Studenten haben sie die Geschichte Oldenburgs erforscht und individuell ihre Erkenntnisse umgesetzt“, so Pleitner. Die Älteren entwickelten z.B. eine Stadtführung (die NWZ berichtete), die Grundschüler bastelten ein Memory.

Dieses Spiel haben die Schüler am Montag den ersten Klassen der Röwekampschule übergeben. „Wir spielen selber gern Memory, deshalb dachten wir, es wäre schön, ein eigenes zu machen. So lernen die jüngeren, was wir alles herausgefunden haben“, sagt Sophia.

Die Schüler erkundeten die Geschichte ihres Viertels und malten das, was sie herausfanden, auf Memorykarten. „Wir haben uns wie Geschichtsdetekive gefühlt“, grinst Aaron. So zeigt das Memory u.a. die Schule oder die Gertrudenkapelle. Zu den Karten gibt es Erläuterungen zum historischen Hintergrund. „Es hat richtig viel Spaß gemacht und war spannend“, sagt Antonia, und die anderen stimmen ihr zu. „Ich würde gerne noch so ein Projekt machen“, verrät Malin.

„Es ist unser Ziel, dass sich das Projekt in Oldenburg etabliert und auch ohne die Hilfe durch die Stiftung weitergeführt wird, denn es ist schön, wenn Schüler ihre eigene Stadt erkunden und ihr Wissen an andere weitergeben“, betont Scheele. „Stadtgeschichte ist wichtig für Schüler“, betont Pleitner, „denn Geschichte passiert sonst immer woanders oder in Büchern. In diesem Projekt geschieht sie jedoch hier und wird so für Schüler greifbar.“