Edewecht - Eine Zirkusvorführung war zweifelsohne der Höhepunkt im Schüleraustauschprogramm zwischen den Schulen aus Saint Saturnin (Auvergne) und der Edewechter Oberschule. 44 französische Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 17 Jahren waren eine Woche lang zu Gast in der Ammerländer Gemeinde, um nicht nur die Schule und den Ort, sondern auch die Sprache intensiver kennenzulernen.
Seit neun Jahren werden französische Schüler immer wieder nach Edewecht an die ehemalige Haupt- und Realschule und heutige Oberschule eingeladen, federführend ist dabei Französischlehrerin Birgit Wilmes. Bisher kamen immer um die 20 junge Franzosen zu Besuch, die Land und Leute kennenlernen möchten. Diesmal konnte man nicht nur Gäste aus Saint Saturnin begrüßen, erstmals beteiligten sich auch Schüler aus Issoire, so dass 44 Jugendliche empfangen wurden, die allesamt in Gastfamilien untergebracht wurden.
Das Zirkusprojekt krönte den Schüleraustausch. OBS-Schüler studierten mit ihren französischen Gästen unter Anleitung von Mitarbeitern des Oldenburger „Circus Radieschen“ verschiedene Zirkusdarbietungen wie „Spiel mit dem Feuer“, Balancieren, Jonglage oder auch Kunststücke am Trapez ein. „Dafür, dass wir nur einen Nachmittag und einen Vormittag zum zum Üben hatten, bin ich mit dem, was hier am Abend präsentiert wurde, sehr zufrieden“, sagte Ines Rossmann vom „Circus Radieschen“.
Zeitgleich mit den französischen Schülern war auch eine 16-köpfige Schülergruppe aus der polnischen Partnergemeinde Krosno zu Gast an der Oberschule Edewecht. Gemeinsame Aktionen der deutschen, französischen und polnischen Jugendlichen wie Fahrten nach Bremen und Langeoog sowie ein gemeinsames Fest prägten den Aufenthalt der Gäste.
Die polnischen Schüler, deren Aufenthalt in Edewecht unter dem Motto „Wasserwege verbinden Menschen und Länder“ stand, waren in das Zirkusprojekt nicht eingebunden. Initiatorin Uta Rohde hatte erst im Frühjahr entschieden, die polnischen Schüler im Alter von 13 bis 16 Jahren zeitgleich mit den Franzosen einzuladen. Die jungen Polen sahen sich die Zirkusaufführungen jedoch begeistert an. Beim anschließenden Abschiedsfest kamen wieder alle drei Schülergruppen zusammen, unter den Jugendlichen waren während des Aufenthalts schnell Freundschaften geknüpft worden.
Der nächste Schüleraustausch in zwei Jahren in Edewecht soll von vornherein so geplant werden, dass sich sowohl die französischen als auch die polnischen Besucher an einem gemeinsamen Zirkusprojekt beteiligen. Französischlehrerin Wilmes erwägt, dazu auch Schüler aus den Niederlanden einzuladen.
