Wildeshausen - Mehr Schüler als Klassenräume: Dieses Problem könnte es in Zukunft an der Wallschule geben. Aber auch an der Realschule wird es langsam eng. Die Verwaltung der Stadt hatte überlegt, das Problem durch eine grundsätzliche Neuordnung der Schuleinzugsbezirke zu lenken. Der Schulausschuss aber hat am Donnerstagabend beschlossen, die Einzugsbezirke erst mal so zu lassen, wie sie sind.

„Wir werden hier investieren müssen – so oder so“, sagte Markus Grünloh (UWG). Da stimmte Stadtsprecher Hans Ufferfilge zu.

Die Realschule ist 5-zügig mit jeweils mehr als 30 Schülern in den höheren Klassen. Diese Klassengröße sei auch deswegen problematisch, weil viele Schüler nur schlecht Deutsch sprechen, hieß es in der Sitzung am Donnerstagabend.

Roswitha Remmert, Leiterin der Wallschule, sagte: „Wir brauchen mehr Räume, es besteht keine Ausweichmöglichkeit mehr. Wir unterrichten schon in Containern.“ Hermann Hitz (UWG) brachte es überspitzt auf den Punkt: Es könne nicht sein, dass Fachräume an der Wallschule aufgelöst würden, weil sie für anderen Unterricht gebraucht werden. „Wir sparen die Bildung kaputt“, sagte er in der Sitzung. Baulich ist die Wallschule als vierzügige Schule ausgelegt. Nach derzeitigen Geburtenzahlen liegen die erwarteten Einschulungszahlen sowohl für 2016 als auch für 2019 aber an der Grenze zur Fünfzügigkeit.

Klar ist: Durch eine Neuordnung der Schulbezirke lässt sich das Problem nicht dauerhaft lösen. Denn würden mehr Schüler zur Holbeinschule gehen und damit die Wallschule entlasten, käme die Wallschule an ihre Grenzen. Denn die ist – ebenso wie die St. Peter-Schule – nur für eine Zweizügigkeit ausgelegt.

Zu einer Lösung kamen die Politiker am Donnerstagabend nicht. „So ein Thema ist abendfüllend“, sagte Stefan Brors (CDU). Geplant ist daher eine Sondersitzung des Ausschusses im Frühjahr.