Bad Zwischenahn - Als sie ihren ersten Tag im Schulzentrum hatten, war von einer Oberschule Bad Zwischenahn noch nicht die Rede – dennoch wurde am Donnerstag zum ersten Mal ein kompletter Jahrgang der Oberschule gemeinsam verabschiedet. „Wir sind eine Schule“, sagte Direktor Jürgen Boy. „Dass das so kommen würde, hättet ihr euch damals nicht träumen lassen“. Für die jungen Männer und Frauen seien während ihrer Schulzeit aber auch ganz andere Dinge wichtig gewesen.
Stolz präsentierte der Schulleiter die Statistik des ersten Oberschul-Abschlussjahrgangs. 42 Prozent hätten den erweiterten Realschulabschluss geschafft, ebenfalls 42 Prozent den Realschulabschluss und 16 Prozent den Hauptschulabschluss. „Wie auch immer es für euch weiter geht: Ihr habt die Entscheidung getroffen und für euch ist sie richtig“, so Boy. „Ich hoffe, wir haben euch gut vorbereitet.“ Das gelte nicht nur für die berufliche Zukunft: Wenn ihr merkt, dass gesellschaftlich und politisch etwas schief läuft, dann sagt eure Meinung.“
Wie Boy dankte auch Bürgermeister Arno Schilling den Lehrern und Eltern für die Begleitung der Kinder in der Schulzeit. Für den Erfolg in der Schule sei die Schulform oder die technische Ausstattung zweitrangig so Schilling. Worauf es ankomme, seien die Lehrer. Für diese verabschiedete Jessica Preuschaft den Abschlussjahrgang mit einer Donald-Trump-Parodie, und auch die Schülersprecherinnen Damaris Poppe und Anna-Maria Oldenburg wünschten den Mitschülern alles Gute auf dem weiteren Weg.
Diesen Weg wird auch Anna-Maria Oldenburg selbst außerhalb der Schule gehen. Gemeinsam mit Frederik Wigbers wurde sie als Jahrgangsbeste ausgezeichnet. Beide erhielten aus den Händen von Helmut Hülsmann und Frank Martin den ersten Oberschulpreis der Erwin-Roeske-Stiftung. Wie auch in den Vorjahren gehört dazu für die besten Schüler ein Preisgeld von jeweils 300 Euro. Bislang wurde der Preis getrennt für Haupt- und Realschule vergeben.
