Wiefelstede - Für die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe an der Oberschule Wiefelstede mit Abitur nach 13 Jahren ab dem Schuljahr 2017/18 macht sich die Wiefelsteder SPD-Fraktion in einem Antrag stark. Das niedersächsische Schulgesetz, das derzeit überarbeitet wird, gibt dies bislang jedoch nicht her. Der Wiefelsteder Schulausschuss, der am Dienstagabend auch über diesen Antrag beriet, empfahl einstimmig, zunächst eine Resolution an das Land für eine Änderung des Schulgesetzes zu verfassen, die eine gymnasiale Oberstufe an Oberschulen zulässt und das Zulassungsverfahren dem anderer Schulformen gleichstellt.

Gerold de Boer (Grüne) und Jens Nacke (CDU) hatten auf diese rechtliche Situation hingewiesen und weitergehende Empfehlungen des Ausschusses als verfrüht bezeichnet, nachdem Jörg Weden (SPD) die Antragstellung seiner Fraktion begründet hatte. Die SPD geht darin unter anderem von einer gesicherten Schülerzahl für eine Oberstufe aus und bezeichnete ein „komplettes Angebot“ an der Oberschule als „Standortvorteil“ für die Gemeinde, die derzeit gut 250 000 Euro jährlich dafür zahlen müsste, dass Schüler aus der Gemeinde die KGS in Rastede besuchten. Der Antrag sehe die Einführung einer Oberstufe erst in drei Jahren vor, um in Ruhe eine Entscheidung herbeiführen zu können, sagte Weden.

Elternvertreter Dirk-Michael Elsner riet hinsichtlich der von Gerold de Boer vorab geforderten Elternbefragung dazu, erst mit einem fertigen Konzept an die Eltern heranzutreten. Zudem warnte er – früher selbst Verfechter einer IGS – nach der erfolgreichen Einführung der Oberschule in Wiefelstede vor einer erneuten Diskussion über Schulformen.