Oldenburg - 30 000 Menschen nutzten 2012 das Angebot der Volkshochschule. Rekord. Das „Weiße Haus der Bildung“ an der Karlstraße, seit 2010 in Betrieb, zieht sie alle an – denn bis auf wenige Ausnahmen sind alle Kurse zentral in der VHS-Zentrale untergebracht. Ein Grund zur Freude – doch nicht die gesamte Infrastruktur ist auf die Nutzerzahlen ausgerichtet. Ein Teil der Parkplätze hinter der VHS-Zentrale ist in keinem guten Zustand.

Martin Daigger aus Ofenerdiek, der des Öfteren Kochkurse der VHS besucht, hat sich schon mehrfach über den Matsch und die Pfützen in den Schlaglöchern geärgert. „Wenn es regnet, läuft man durch Matsch zur VHS“, schrieb er jetzt der NWZ . Auch die hintere Ausfahrt zur Straßburger Straße sei mit tiefen Schlaglöchern übersät. Außerdem sei der Parkplatz „viel zu klein und ständig überfüllt“.

Jana Blaney, die seit dem Rückzug von VHS-Direktor Hans Peter Heyer im Juni die Volkshochschule kommissarisch leitet, räumte auf NWZ -Nachfrage die Probleme mit den Parkflächen ein. Man sei sich der Schwierigkeiten für die Nutzer bewusst: „Wir suchen gemeinsam mit der Stadt nach Lösungen“, sagte sie. Die Volkshochschule habe bereits mehrfach die nicht befestigten Flächen wieder aufgefüllt, das habe sich aber nur als kurzfristige Lösung erwiesen. „Eine Befestigung des Parkplatzes würde die Investition einer sechsstelligen Summe erfordern“, sagte Jana Blaney, „das würde unsere Grenzen sprengen.“

Die Fläche für die Parkplätze werde der VHS von der Stadt zur Verfügung gestellt, ergänzte die kommissarische VHS-Leiterin. Bislang seien die Gespräche über eine Verbesserung nicht von Erfolg gekrönt, aber „wir sind sehr darum bemüht“.

Abgesehen von dem Zustand des Parkplatzes sei er auch zu klein, sagte Blaney weiter. „Wir haben 60 Stellplätze, und das reicht zu vielen Zeiten, wenn wir mehrere Kurse gleichzeitig laufen haben, einfach nicht aus.“ Dieses Problem sei aber nicht auf die VHS beschränkt: Das gesamte Quartier an der Karl-straße habe sich sehr dynamisch entwickelt, und die Zahl der Parkplätze sei drauf nicht ausgelegt. „Eigentlich brauchen wir für das Quartier ein Gesamtkonzept für die Parkflächen“, sagte Blaney.