Harkebrügge - Melanie Burchert sitzt auf einer Schaukel. Einige Kinder spielen auf dem Pausenhof der Junker-Harke-Grundschule an der Schulstraße 1 in Harkebrügge. Die Sonne scheint auf das farbenfrohe Schulgebäude. Seit 2009 leitet Melanie Burchert als Rektorin die Grundschule. Zum 31. Juli verlässt sie diese. Wie berichtet, geht die 41-Jährige nach Groß Hesepe (Emsland), um dort ab dem kommenden Schuljahr die Grundschule „Ludgerischule“ zu leiten.

„Der Abschied fällt mir schwer“, erzählt Melanie Burchert am Mittwoch im Gespräch mit der NWZ . Mit der Harkebrügger Grundschule verbinde sie viele schöne Erinnerungen. Vor 15 Jahren trat sie hier ihre erste Stelle als Lehrerin an und blieb. Eine der größten Veränderungen während dieser Zeit sei neben der energetischen Sanierung des Gebäudes die Umstellung zur Ganztagsschule zum 1.8.2014 gewesen, meint Melanie Burchert. Das Angebot werde von Eltern und Schülern gut angenommen, freut sie sich. 104 Schüler besuchen die Grundschule. Stolz ist die Rektorin auch auf die Zertifizierung als „Musikalische Grundschule“. Musik sei ein fester Bestandteil des Schulalltags, so Melanie Burchert.

„Wir haben hier ganz tolle Kollegen, die gut zusammenarbeiten und gemeinsam neue Ziele anstreben“, schätzt die scheidende Rektorin die familiäre Atmosphäre. In den vergangenen Jahren seien Freundschaften entstanden, die sie auch nach ihrem Wechsel weiter pflegen wolle, sagt die Pädagogin. Auch die gute Zusammenarbeit mit Eltern und Schulgremien schätze sie. Melanie Burchert hatte 2009 die Schulleitung von Barbara Moormann übernommen.

Die Entscheidung zu wechseln habe sie aus persönlichen Gründen getroffen, erklärt Melanie Burchert. Täglich legt die mit ihrem Mann Franz-Josef in Schöninghsdorf bei Twist (Emsland) wohnende Rektorin 88 Kilometer mit dem Auto nach Harkebrügge zurück. Durch einen Bandscheibenvorfall sei ihr die lange Wegstrecke immer schwerer gefallen.

Eine Nachfolge habe bislang nicht gefunden werden können, sagt Melanie Burchert. Kommissarisch wird wie berichtet Lehrerin Anne Tönjes die Grundschule leiten. Sie freue sich, dass ihre Kollegin diese Aufgabe übernehme, meint die Pädagogin. „Ich wünsche mir, dass sie das Amt komplett übernimmt.“

Bis sie zum letzten Mal die Schultür hinter sich schließt, sei noch einiges zu tun, erzählt Melanie Burchert. Zeugnisse müssten korrigiert, Bücher kontrolliert und bestellt werden. Ihren Schreibtisch habe sie bislang nicht aufräumen können, gesteht sich die 41-Jährige ein. Zu emotional wäre dies für sie gewesen. Gleichwohl freue sie sich auf ihre neue Aufgabe, die nach den Sommerferien beginnt.

Mit einer kleinen Feier wollen am kommenden Dienstag, 21. Juli, die Schüler der Harkebrügger Grundschule ihre Rektorin verabschieden.