Wildeshausen - Schüleraustausch schön und gut; aber eine Woche reicht nicht aus, um Land und Leute richtig kennen zu lernen. Dass fanden zumindest Luisa Beth und Tabita Mae Busch nach ihrer Teilnahme am regulären Austausch zwischen der Realschule Wildeshausen und dem Collège Notre Dame du Bretonnais in Cholet. Deshalb äußerten sie den Wunsch, einen längeren Aufenthalt machen zu dürfen. In nur drei Monaten organisierte die Schule einen privaten Austausch, der für die Realschule ein absolutes Novum darstellt. Die Mädchen sind dabei vom regulären Unterricht nicht freigestellt, müssen in ihrer Zeit am Collège in Cholet den deutschen Unterrichtsstoff nebenbei mitlernen.
Am 8. Oktober geht es für sie los. „Ich bin gespannt ob sich meine Erwartungen erfüllen“, so Beth. Beide hoffen natürlich auf viele neue Freunde und wollen ihr Französisch verbessern. „Ich würde auch gerne einmal nach Paris“, verrät Busch.
Ihre beiden Austauschpartnerinnen Agathe Jolivet und Salomé Dixneuf erkunden seit Mitte August Wildeshausen und haben schon einiges erlebt: „Wir waren auf dem Stoppelmarkt in Vechta und auf dem MPS, einem großen Mittelalter-Festival“, erzählt Busch. Besonders der habe ihr sehr gut gefallen, meint ihre Gastschwester Salomé. Beth und Jolivet haben zudem Bremen und Cloppenburg besucht.
Im Gegensatz zu den beiden Wildeshausern, ist es für Dixneuf und Jolivet der erste Austausch. Der größte Unterschied seien die Mahlzeiten, finden beide. Auch die Möglichkeit der Wahlpflichtkurse und die Schülerfirma beeindruckten die Französinnen, die so etwas in ihrer Heimat nicht haben.
„Wir würden uns freuen, wenn das nicht der letzte Austausch dieser Art wäre“, hofft Elke Persikowski, die den Mädchen als Betreuerin zur Seite steht.
