Ahlhorn - Das Dutzend ist voll, und die einen haben den Termin sicherlich längst fest vorgemerkt. Für andere jedoch mag es noch eines kleinen Anstoßes bedürfen: Zum zwölften Male seit 1977 treffen sich am „Dritten Weihnachtstag“ die Ehemaligen des alten Ahlhorner Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums, das 1977 aufgelöst wurde. Am Sonntag, 27. Dezember, ist ab 19 Uhr der Saal des „Alten Posthauses“ in Ahlhorn reserviert. Dass dieses Fest noch immer als Erinnerungstreffen an einen bundesweit beachteten Schulversuch stattfindet, spricht für die Verbundenheit, die die Ehemaligen mit „ihrer Schule“ und den damals realisierten pädagogischen Grundsätzen auch heute empfinden.

Das private Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium genoss in der kurzen Zeit seiner Existenz als Deutschlands erste „Ganztagsschule in der Fünftagewoche“ einen ausgezeichneten Ruf. Zahlreiche der damals erprobten Erziehungs- und Unterrichtsformen sind heute Gegenstand der Reformkonzepte an den allgemein bildenden Schulen. Vor allem nehmen vielfältige Maßnahmen einer „verlässlichen Betreuung“ gegenwärtig mehr und mehr Raum ein.

Das DBG selbst allerdings, das mit einer Fülle von Erkenntnissen und Erfahrungen zur gegenwärtig höchst aktuellen Ganztagspädagogik hätte beitragen können, wurde längst vom Schulträger, der Evangelischen Landeskirche Oldenburg, aufgelöst. Seither setzt das staatliche Gymnasium in Ahlhorn, das seit geraumer Zeit auch den Namen Dietrich Bonhoeffers trägt, das gymnasiale Angebot in Ahlhorn fort.

Das bevorstehende Treffen soll, der bewährten Tradition seiner elf Vorgänger folgend, ganz im Zeichen des Wiedersehens und der Erinnerung stehen. Man wolle, so die Organisatoren, gleichermaßen auch auf die Vorbildfunktion Bonhoeffers sowie die aktuelle Bedeutung einer engagierten, wertorientierten Pädagogik hinweisen und dem 2013 verstorbenen Gründungsschulleiter Rudolf Ahlers ein würdiges Gedenken widmen.

Info/Anregungen: Gerd Gerdes ( t   04435/1332), Wolfgang Bleyer ( t   04431/931891) und Horst Strömer (04431/5923).