Sandkrug - Auf rund 100 000 Euro wird laut Polizei der Schaden geschätzt, der beim Großbrand eines Wohnhauses am Sommerweg am Donnerstagabend entstanden ist. Ein Nachbar hatte den Brand in der Obergeschosswohnung gemeldet. Gegen 20.30 Uhr waren die Feuerwehren aus Wardenburg und Sandkrug mit rund 80 Einsatzkräften im Einsatz, unterstützt vom Drehleiterfahrzeug aus Oldenburg.

Beim Eintreffen der ersten Sandkruger Einsatzkräfte drang bereits dichter Rauch aus dem Obergeschoss des Zweifamilienhauses. Einsatzleiter Mark Seemann schickte umgehend einen Angriffstrupp unter schwerem Atemschutz zur Brandbekämpfung in das Gebäude, weitere Trupps stellten die Wasserversorgung sicher.

Eine besondere Herausforderung habe die starke Hitze- und Rauchentwicklung dargestellt, so Ortsbrandmeister Jürgen Dallmann. Dennoch wurde der Brand schnell unter Kontrolle gebracht und eine Ausdehnung des Feuers auf den Dachstuhl verhindert. Mit Hilfe von Wärmebildkameras konnte die Feuerwehr Glutnester in den Zwischendecken lokalisiert. Mit Rettungs- und Motorsägen wurden daraufhin Teile der Zwischendecke aufgesägt, um die Glutnester löschen zu können. Gegen 0.30 Uhr seien nach einer Brandwache auch die letzten Einsatzkräfte von der Einsatzstelle abgerückt.

Die Obergeschosswohnung brannte aus, die Erdgeschosswohnung ist durch Löschwasser derzeit nicht nutzbar. Alle Bewohner – zwei 33-Jährige, die im Dachgeschoss lebten, sowie die Bewohner der Erdgeschosswohnung (68 und 75 Jahre alt) – konnten vorübergehend bei Bekannten unterkommen. Sie hatten sich entgegen ursprünglicher Vermutungen beim Brandausbruch nicht im Haus aufgehalten, so dass niemand verletzt wurde. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.