Leer - Bei einem missglückten Experiment im Chemie-Unterricht an der Gutenbergschule in Leer sind am Montag gegen 13 Uhr 19 Schüler verletzt worden. Laut Polizei waren bei einem Versuch mit einem handelsüblichen Rohrreiniger Dämpfe freigesetzt worden.

Kurze Zeit später klagten die Jugendlichen im Alter von 14 bis 16 Jahren unter anderem über Übelkeit, Atemnot, Kopfschmerzen und brennende Augen.

Ein Großaufgebot an Rettungskräften kümmerte sich um die Verletzten. Die 19 Opfer wurden mit Rettungswagen ins Leeraner Klinikum gebracht. Vier Schüler mussten zur Beobachtung über Nacht im Krankenhaus bleiben, die anderen konnten nach der Untersuchung wieder nach Hause gehen. Der Lehrer klagte nicht über Beschwerden.

Wieso es zu dem Notfall kam, wird noch von Experten untersucht. Die Klasse konnte nach dem Lüften ohne Gefahren wieder betreten werden.

Zufrieden mit dem Verlauf des Großeinsatzes zeigte sich Peter Anscheit, organisatorischer Leiter des Rettungsdienstes. „Die Zusammenarbeit zwischen allen Rettungskräften hat sehr gut geklappt. Den verletzten Schülern konnte sehr schnell geholfen werden“, sagte er. Eine Stunde nach der Alarmierung konnte der Einsatz beendet werden.