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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

28-jähriger Oldenburger erschlägt seinen Vater

13.07.2016

Oldenburg Massiv soll er seinen Vater verletzt, ihn nach der Attacke dann allein und hilflos in der Wohnung zurückgelassen haben: Nach dem Tod eines 59-jährigen Oldenburgers steht der 28-jährige Sohn unter dringendem Tatverdacht. Er wurde bereits am Sonntag festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft erst am Dienstag mitteilte.

Am Sonnabend hatten Vater und Sohn in der Wohnung des alleinlebenden 59-Jährigen am Westkreuz zusammengesessen und offenbar reichlich alkoholische Getränke zu sich genommen. Irgendwann sei es zu Streitigkeiten zwischen den beiden gekommen.

Worüber, ist ungeklärt – aber auch nicht mehr von Bedeutung. Denn der junge Mann, der nur zu Besuch in dem Mehrparteienhaus war, muss dann in der Folge auf seinen Vater losgegangen sein und ihn schwer verletzt haben. Danach verließ der 28-Jährige die Wohnung. Der Vater verstarb später an den massiven Verletzungen. Angaben zum Todeszeitpunkt können nicht gemacht werden.

Zu etwaigen Tatwerkzeugen und der Art der Einwirkungen wollen sich Staatsanwaltschaft und der Zentrale Kriminaldienst der Polizei noch nicht äußern; die Ermittlungen seien in vollem Gange. Der 28-Jährige habe bei einer späteren Vernehmung zumindest die Tathandlung gestanden.

Täter ist geständig

Er war es auch, der am Sonntagmittag, also viele Stunden nach der Tat, den Notarzt gerufen hatte. Letzterer konnte aber nur noch den Tod des 59-Jährigen feststellen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Oldenburg erließ die zuständige Richterin des Amtsgerichts gegen den 28-Jährigen einen Haftbefehl wegen Totschlags, wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte.

Der geständige Täter leistete bei der Festnahme keinen Widerstand. Weitere Details zum Ermittlungsstand gibt es derzeit nicht; das schwebende Verfahren solle nicht gefährdet werden, heißt es in einer Stellungnahme der Staatsanwaltschaft. Schließlich wird zu klären sein, ob es sich bei diesem Fall um einen Totschlag oder eine Körperverletzung mit Todesfolge handelt.

Bei einem Totschlag fehlen typische Mordmerkmale wie beispielsweise Heimtücke, Grausamkeit oder Habgier. Totschläger müssen mit mindestens fünf Jahren Haft rechnen. Eine Körperverletzung mit Todesfolge – wenn das Opfer also bewusst verletzt, aber nicht getötet werden sollte – zieht eine Haftstrafe von mindestens drei Jahren nach sich. In minder schwerem Fall ab einem Jahr.

Marc Geschonke
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2107

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