Oldenburger Münsterland - Insgesamt 48 535 Fahrzeuge hat die Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta jetzt bei ihrer Geschwindigkeitsmesswoche (die NWZ berichtete) ins Visier genommen. Dabei seien 2230 Verwarnungen wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung ausgesprochen worden, die ein Verwarngeld zur Folge hätten, erklärten der Gesamteinsatzleiter – Polizeidirektor Klaus Bergmann – und der Koordinator – Polizeioberkommissar Jan-Dirk Meiners – am Freitag.
29 Fahrverbote
In 519 Fällen musste eine Anzeige gefertigt werden, da die Geschwindigkeit entsprechend zu hoch war. 29 Verkehrsteilnehmer müssen mit einem Fahrverbot rechnen, in zwei Fällen wurde die Weiterfahrt vor Ort untersagt, da die Auto- bzw. Motorradfahrer nicht im Besitz eines gültigen Führerscheines waren.
Ein Verkehrsteilnehmer stand unter Alkoholeinfluss, daher wurde auch ihm vor Ort die Weiterfahrt verboten und ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Auch auf ihn kommen eine empfindliche Geldbuße und ein Fahrverbot zu.
Acht Fahrer, die während der Fahrt das Handy nutzten, wurden zudem erwischt. Auch in diesen Fällen wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet, was jeweils einen Punkt in Flensburg zur Folge hat.
Drei Verkehrsteilnehmer hatten den Sicherheitsgurt nicht angelegt bzw. den Helm nicht aufgesetzt, auch hier war ein Verwarngeld fällig.
Aktion dauerte fünf Tage
Wie berichtet, war die Messwoche von Freitag bis Dienstag im gesamten Oldenburger Münsterland über die Bühne gebracht worden. Hintergrund ist die Verkehrssicherheitsinitiative (VSI) 2020, deren Ziel es ist, die Anzahl der Getöteten und Schwerstverletzten im Straßenverkehr bis zum Jahr 2020 um ein Drittel zu reduzieren. Allein im Bereich der PI Cloppenburg/Vechta waren im vergangenen Jahr 32 Verkehrsteilnehmer getötet worden.
Kooperationspartner
Beteiligt an der Aktion waren auch die kommunale Geschwindigkeitsüberwachung der Landkreise Cloppenburg und Vechta. Diese führten – in Kooperation mit der Polizei – verstärkt Geschwindigkeitsmessungen durch. Mitgearbeitet haben auch die PI Cuxhaven/Wesermarsch, die PI Verden/Osterholz, die PI Oldenburg-Stadt/Ammerland und die PI Delmenhorst/Oldenburg-Land. Die PI Cloppenburg/Vechta plant auch für die Zukunft ähnliche Verkehrssicherheitsaktionen.
