Wildeshausen - Mit 4500 Zuschauern war das Interesse am Benefizspiel zwischen Werder Bremen und RB Leipzig im Oktober in Wildeshausen riesengroß. Nun steht auch das finanzielle Ergebnis fest. Als Reinerlös konnten nach Angaben von Volker Sternberg 53 000 Euro für die Opfer und deren Angehörigen zur Verfügung gestellt werden.

„Das Geld wurde zum Teil als Soforthilfe bereitgestellt“, erklärte der Geschäftsführer der Kunstrasenfirma Private Greens in Wildeshausen, dessen Mitarbeiter bei einem Verkehrsunfall verunglückt waren. „Der andere Teil des Geldes ist mit Hilfe eines Notars zweckgebunden als Ausbildungsbeihilfe für die Kinder der Familien angelegt worden“, so Sternberg.

Wie berichtet, war am 3. August ein dreiköpfiges Montageteam von „Private Greens“ mit einem Firmenfahrzeug nahe Leipzig ungebremst auf einen vorausfahrenden Laster geprallt. Der 46 Jahre alte Fahrer aus Wildeshausen starb noch an der Unfallstelle, der 53-jährige Beifahrer wurde mit Knochenbrüchen, Quetschungen und inneren Verletzungen in ein Krankenhaus geflogen und schwebte lange in Lebensgefahr. Der dritte Monteur, der tags zuvor 21 Jahre alt geworden war, kam mit Schürfwunden, Quetschungen und Prellungen davon.

Während er inzwischen wieder arbeitet, liegt sein Kollege weiter im Krankenhaus in Hannover. „Er befindet sich auf dem Wege der Besserung“, berichtet Sternberg. „Wir stehen in regelmäßigem Kontakt zur Familie.“ Ab und an fahre er auch selber ins Krankenhaus. Die Ehefrau des verunglückten Mitarbeiters sei regelmäßig bei ihrem Mann in Hannover. Für die Fahrt- und Übernachtungskosten werde zum Beispiel ein Teil des Geldes aus dem Benefizspiel genutzt.

„Es ist fantastisch, dass so viele Leute zu dem Fußballspiel gekommen sind und so viel Geld übrig geblieben ist“, sagte der Vorsitzende des VfL Wildeshausen, Wolfgang Sasse. Anfangs sei er von 30 000 Euro ausgegangen. Doch viele Firmen, die Stadt und die beiden Fußballvereine hätten das Benefizspiel unterstützt. Sasse hatte zusammen mit 70 Helfern das Fußballspiel zwischen Bremen und Leipzig organisiert. „Es ist schön, dass wir das Spiel in so kurzer Zeit organisieren konnten“, so der VfL-Vorsitzende.