• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • LocaFox
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Mit Stepper Ehefrau attackiert – 80-Jähriger muss ins Gefängnis

21.04.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-04-21T11:40:04Z 280 158

Urteil Gegen Rentner Aus Damme:
Mit Stepper Ehefrau attackiert – 80-Jähriger muss ins Gefängnis

Damme/Oldenburg Rechtskräftig geworden ist das Urteil gegen den 80 Jahre alten Rentner aus Damme, den die Oldenburger Schwurgerichtskammer im November vergangenen Jahres zu einer Gefängnisstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt hatte. Der Bundesgerichtshof (BGH) habe die Revision des Angeklagten gegen das Urteil als unbegründet verworfen. Das bestätigte am Donnerstag das Landgericht Oldenburg.

Der 80-Jährige hatte im Juni 2015 versucht, seine gleichaltrige Ehefrau umzubringen. Mit der Frau war er 50 Jahre lang verheiratet gewesen. Der Angeklagte hatte sich damals darüber aufgeregt, dass seine Frau Nachbarn besucht hatte. Als die Frau wieder zu Hause war, stieß der Angeklagte sie den Feststellungen zufolge zu Boden, würgte sie und schlug mit einem schweren Fitnessgerät (Stepper) auf ihr Gesicht ein. Die Frau war äußerst schwer verletzt worden.

Angeklagt gewesen war die Tat als versuchter Totschlag. Die Kammer ging auch davon aus, dass dem Angeklagten während der brutalen Tatausführung das mögliche Sterben seiner Frau egal war. Doch letztlich hatte der 80-Jährige wieder von ihr abgelassen. Das wurde dann als „strafbefreiender Rücktritt vom Versuch einer Tötung“ gewertet. Es blieb aber eine gefährliche Körperverletzung. In diesem Sinne war der Angeklagte auch schuldig gesprochen worden.

Im Verfahren hatte der 80-Jährige die Vorwürfe bestritten. Seine Frau sei aus Versehen mit dem Gesicht auf das Fitnessgerät gefallen, hatte er erklärt. Ein Gerichtsmediziner aber hatte ausgeführt, dass die Ursache für die schweren Gesichtsverletzungen eine schlagbedingte und keine sturzbedingte Einwirkung gewesen sei. Die Kammer wies dann auch die Einlassung des Angeklagten zurück. Der BGH stimmte dieser Sichtweise nun zu.