Ditzum/Papenburg - Sowas hat die Polizei noch nicht erlebt. Klar, immer wieder mal komme ein Tier weg. „Ein Pony oder sowas“, sagt Kristina Eckert von der Polizei aus Leer. Aber Schafe? Und dann gleich Dutzende? Das haben die Ermittler noch nicht erlebt.
Anfang August merkte ein Schäfer aus Ditzum (Leer) beim Schäfchenzählen, dass ihm 34 Tiere aus der Herde fehlen. Wann genau die Schafe allerdings verschwunden sind, kann niemand sagen. Spuren auf mögliche Täter gibt es keine. Klar scheint nur: Der Wolf war es nicht.
Auch für den zweiten Schafraub nur 30 Auto-Minuten entfernt in Papenburg (Emsland), kommt das Raubtier als Verdächtiger nicht infrage. Dort verschwanden 46 Schafe aus einer Herde spurlos. Auch hier steht die Polizei vor einem Rätsel. „Die Batterien des Elektrozauns waren abgeklemmt“, sagt Polizei-Sprecher Achim van Remmerden. Verdächtige Spuren, etwa Reifenabdrücke, habe es am Tatort nicht gegeben. Die Täter hatten es aber wohl gezielt auf die Herde abgesehen. „Man muss schon wissen, dass sie da gestanden haben“, sagt von Remmerden. Und zum Transport von 46 Schafen brauche man auch ein geeignetes Fahrzeug.
Auch van Remmerdens Behörde ermittelt wegen Diebstahls. Die Chance, Täter und Tiere zu finden, ist gering. Es sei denn, jemand hat die schwarzen Schafe beobachtet.
