Grabstede - Ein großer Lastwagen rollte am Montag auf den Hof der Grundschule Grabstede. Er wurde bereits von Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr erwartet. Das Fahrzeug kam von der Station Rastede des Blutspendedienstes des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Springe. Mit gewohnter Routine luden die ehrenamtlichen Helfer Liegen und medizinisches Gerät aus und stellten alles in der Pausenhalle auf.

Während das DRK-Team seinen Arbeitsplatz einrichtete, alles desinfizierte und erforderliche Fragebögen für die erwarteten Spender bereitlegte, waren die Feuerwehrkameraden und helfende Ehefrauen in der Schulküche aktiv. 150 Brötchen vom örtlichen Bäcker wurden geschmiert, mit Wurst belegt und reichlich Kaffee und Tee gekocht. „Wir Ehrenamtlichen kümmern uns um die Spender und um das Drum und Dran. Alles was mit Blut zu tun hat, machen die Hauptamtlichen“, erläuterte Ortsbrandmeister Stefan Lehmann.

Pünktlich um 16 Uhr trafen die ersten Spender ein. Schnell füllte sich die Halle, und es gab kurze Warteschlangen. Sie füllten den Fragebogen aus, ließen sich Blutdruck sowie Puls messen und sprachen in einem abgegrenzten Bereich mit einer Ärztin. Diese fragt beispielsweise nach Auslandsaufenthalten in den vergangenen vier Wochen.

Manchmal müssen Spender zum eigenen Schutz oder aus Empfängerschutzgründen abgelehnt werden. Wenn jedoch augenscheinlich alles in Ordnung war, ging es zum Aderlass. Fünf Mitarbeiter des DRK, sogenannte Punktionskräfte, kümmerten sich um die Spender, legten Kanülen an und zapften jedem einen halben Liter Blut ab. „Das dauert maximal 15 Minuten“, sagte Sarah Eilers, die mit ihrem Team jeden Tag in einem anderen Ort arbeitet.

Die gesammelten Blutspenden werden später im Labor untersucht, ehe sie zum Einsatz kommen können. Danach wird das Blut aufbereitet. Einerseits werden die roten Blutkörperchen separiert, andererseits Blutplasma gewonnen. Entsprechend der Blutgruppenverteilung in der Bevölkerung wird übrigens die Blutgruppe A Rhesusfaktor positiv am meisten benötigt – mehr als ein Drittel hat diese Blutgruppe, während Blutgruppe AB Rhesusfaktor negativ nur ein Prozent der Bevölkerung in sich trägt.

Nach der Blutspende konnten sich alle Spender im Speisesaal der Schule erholen, sich stärken und den Flüssigkeitsverlust ausgleichen. Bis 20 Uhr wurde am Montagabend in der Grundschule Grabstede 84 Mal der lebensrettende Saft gespendet.

„Für diese 42 Liter Blut sind wir allen Teilnehmern sehr dankbar“, sagte Petra Martens vom Blutspendedienst und lobte die gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr. Gegen 21 Uhr war alles wieder aufgeräumt und sauber gemacht, so das der Schulbetrieb am Dienstag problemlos starten konnte.