Hannover - Die rot-grünen Koalitionsbeschlüsse zu den Autobahnprojekten erweisen sich als Aufreger. Der Verkehrsclub Deutschland in Niedersachsen bedauert das Festalten an den Autobahnen A 20 und A 39. „Ein klares Nein wäre ein konsequenter Schritt für eine zukunftsfähigere Verkehrspolitik in Niedersachsen“, sagte Landesvize Hans-Christian Friedrich.
„Das ist aus meiner Sicht der Einstieg in den Versuch einer ehrlicheren Bewertung und Debatte. Ich sehe letztlich darin die Chance, die Überarbeitung des Bundesverkehrswegeplanes abzuwarten und dann mit neuer Sachlichkeit die Fortschreibung zu beeinflussen, um dann zu sehen, was finanziell noch machbar ist“, sagte Cord Diekmann von der Bürgerinitiative „Jade/Weser gegen die A 20“.
Der Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz forderte eine „vollständige Veröffentlichung rot-grüner Autobahn-Abmachungen“. Der Eindruck, dass die Grünen den beiden Projekten zugestimmt hätten, sei „verheerend“, hieß es. CDU-Landtagsfraktionschef Björn Thümler (Berne) warf dagegen SPD und Grünen vor, die Projekte auszubremsen.
