Achternholt - Ein junges Kalb ist am Mittwochmorgen gegen 7 Uhr früh in Achternholt aus seiner Kälberhütte gezerrt und verletzt worden. Ein Anwohner des Ortes, der die NWZam Donnerstag über den Vorfall informierte, macht sich nun Sorgen, dass das ein Wolf gewesen sein könnte.
Keine Beweise für den Wolf
Wolfsberater des Landkreises Oldenburg, Gerhard Frensel, ist zurückhaltend: „Das Kalb hatte Bisswunden, die tierärztlich versorgt wurden. Es gibt aber keinerlei Beweise dafür, dass es ein Wolf war.“ Die Landwirtin sei nicht sicher gewesen, habe ausgesagt, es hätte auch ein Hund gewesen sein können. „Wenn wir DNA-Proben an gerissenen Tieren nehmen, kommt im Endeffekt recht häufig heraus, dass es doch ein Hund war“, merkt Frensel an.
Haarproben werden eingeschickt
Der Anwohner Achternholts glaubt das nicht: „So viele frei streunende Hunde kann es doch langsam nicht mehr hier geben. Mir wird echt mulmig.“ Der behandelnde Tierarzt habe laut Frensel Haarproben an der Bissstelle des Kalbs genommen. Diese werden nun auf DNA-Spuren untersucht – „wenn ich die Bewilligung für die Untersuchung bekomme. Es kann aber ebenso sein, dass wir daran überhaupt nichts nachweisen können“, gibt der Wolfsberater zu bedenken.
