AHLHORN - Dass die künftigen Schulkinder des Ahlhorner Hans-Roth-Kindergartens die örtliche Feuerwehr besuchen, hat Tradition. Am Dienstag war es wieder so weit. Am Vormittag und am Nachmittag war jeweils eine Gruppe zu Gast. Die Hauptfeuerwehrmänner Lars Engelmann und Frank Zobel erläuterten den Jungen und Mädchen ihre Arbeit. Die Kinder erfuhren etwas über Ausrüstung und Einsätze. Und natürlich wurde erklärt, wie man es richtig macht beim Notruf 112.

„Bei den Kleinen muss man viel mit Vergleichen machen, damit sie Dinge verstehen“, weiß Lars Engelmann zu berichten. Wenn er vom Fassungsvermögen des Tanks beim Löschfahrzeug spricht, dann erklärt er die 3000 Liter mit 20 gefüllten Badewannen.

Und wenn das Wasser aus dem Tankwagen nicht reiche, müsse sich die Feuerwehr anders behelfen. Oft gebe es einen Hydranten in der Nähe, erklärt Engelmann den Kindern und zeigt an einem alten Hydranten auf dem Hof, wie die Schläuche angeschlossen werden. Und notfalls könne man auch Wasser aus Teichen, Seen oder sogar dem Swimmingpool pumpen. „Das ist gemein“, kommt es spontan von einem Steppke, als er das mit dem Swimmingpool hört. Lars Engelmann macht klar, dass es doch besser sei, Wasser aus dem Pool abzupumpen, als das Haus abbrennen zu lassen.

15 Jahre hat Lars Engelmann viele Besuchergruppen aus den Kindergärten und Grundschulen bei Besichtigungen geführt oder war auf anderen Veranstaltungen im Einsatz. Da er aus beruflichen Gründen nach Oldenburg umzieht und nicht mehr aktives Mitglied in Ahlhorn sein kann, waren es für ihn am Dienstag die letzten beiden Führungen.

Das Aufgabengebiet Brandschutzerziehung und Öffentlichkeitsarbeit in Sachen vorbeugender Brandschutz hat Lars Engelmann schon kurz nach seinem Eintritt in die Wehr übernommen. Eingearbeitet wurde er seinerzeit von Wilfried Förster, erinnert er sich. Engelmann machten die Führungen großen Spaß. „Ich versuche, den Kleinen zu zeigen, dass Feuerwehrleute ganz normale Leute sind“, sagt er. Zur Führung begrüßt er die Gruppen in normaler Straßenkleidung und verwandelt sich dann nach und nach mit Hilfe von Schutzkleidung und Helm zum Feuerwehrmann, um den Kindern die Angst zu nehmen vor den Helfern. Deren Anblick ist, wenn sie im Einsatz auch noch Atemschutzmasken tragen, für die Kleinen schon ein wenig furchterregend.

Dass er in die Freiwillige Feuerwehr geht, war für Lars Engelmann selbstverständlich. Der Opa war Feuerwehrmann, auch sein Vater ist aktiv dabei. Mit dem Umzug nach Oldenburg muss er nun schweren Herzens die Ahlhorner Wehr verlassen. Aber auch in Oldenburg gibt es eine Freiwillige Feuerwehr.