AHLHORN - Schon mit 0,8 Promille Alkohol im Blut ist man stark neben der Spur. Es ist kaum noch möglich, geradeaus zu gehen, die Motorik ist gestört durch die Fehlinformationen ans Gehirn, Entfernungen lassen sich nicht mehr einschätzen. Im Zuge der Präventionsarbeit an der Graf-von-Zeppelin-Schule hatten Schülerinnen und Schüler der Abschlussjahrgänge jetzt die Möglichkeit, einmal mit Hilfe von „Rauschbrillen“ der Polizei zu erleben, wie unsicher man plötzlich ist, wenn man unter Alkoholeinfluss am Straßenverkehr teilnimmt.
„Ihr seid die Autofahrer von morgen“, so Rolf Quickert, Verkehrssicherheitsberater bei der Polizei, zu den Schülerinnen und Schülern. Aber auch das Radfahren unter Alkoholeinfluss sei sehr gefährlich. Quickert erzählte von vielen schweren Unfällen, an denen Betrunkene beteiligt waren. Er machte gemeinsam mit seinem Kollegen Manfred Winterbur den jungen Leuten deutlich, dass das Fahren unter Alkoholeinfluss absolut nicht geht. „Ich möchte verhindern, dass so etwas euch passiert“, so Quickert.
Die „Rauschbrillen“ der Polizei, die die Schüler aufsetzten, simulieren durch die spezielle Optik beim nüchternen Menschen den betrunkenen Zustand. Da ist es dann nicht mehr möglich, auf einer weißen Linie geradeaus zu gehen oder mit einem Kettcar einen Parcours „unfallfrei“ zu durchfahren, erlebten die Jugendlichen. Oder auch so scheinbar einfache Dinge, wie das Fangen eines Balles, gehen garantiert daneben. „Als Betrunkenes merkt man das gar nicht. Dann ist man nur gut drauf“, so Quickert. Das aber sei gerade die große Gefahr beim Konsum von Alkohol und anderen Drogen. Die Polizei könne nur immer wieder über die Gefahren aufklären. „Die Verantwortung tragt ihr aber ganz alleine“, so Quickert.
