Altenoythe - Großalarm am Donnerstagmorgen gegen 6 Uhr: Aus bislang unbekannter Ursache geriet der Dachstuhl eines Zweifamilienhauses am Tulpenweg im Friesoyther Ortsteil Altenoythe in Vollbrand. Nachbarn hatten das Feuer bemerkt und die Feuerwehr gerufen. Aus dem Wohnhaus wurde eine Mutter mit drei Kindern gerettet, die den unteren Teil des Hauses bewohnt. Der Vater war bereits bei der Arbeit. Im oberen Teil des Hauses wohnen zwei Männer, die aber nicht vor Ort waren. Im Einsatz waren die Freiwillige Feuerwehr Altenoythe und die Freiwillige Feuerwehr Friesoythe, die mit acht Fahrzeugen und 60 Kameraden vor Ort waren. Zeitweise wurden Anwohner gebeten, aufgrund der Rauchentwicklung Fenster und Türen geschlossen zu halten. Mit dem Leiterwagen wurde der Brand schnell unter Kontrolle gebracht. Personen kamen nicht zu schaden.
Dass es auch das dritte Kind wohlbehalten aus dem Haus schaffte ist einem Nachbarn zu verdanken, der auch Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr Altenoythe ist. Als sein Melder ging, ist er raus und hat dann erst gesehen, dass es bei seinem Nachbarn brennt. Die Mutter stand mit ihren zwei Kindern bereits vor dem Haus. Dann ist der Feuerwehrmann ins Haus und hat das dritte Kind gerettet.
Die Familie wurde im Anschluss durch Helfer des Kriseninterventionsteams des DRK betreut und begleitet. Nach dem Brand kam die Familie vorerst im nahegelegenen Feuerwehrhaus in Altenoythe unter. Mit Hilfe von DRK-Mitarbeiterin Elisabeth Lübbe wurde die Familie zur DRK-Kleiderkammer nach Garrel gebracht und mit Kleidung versorgt, da das Haus zur Zeit aufgrund der Brandschäden, der Rauchentwicklung und das Eindringen von Löschwasser unbewohnbar ist.
Es entstand ein Sachschaden in Höhe von insgesamt etwa 250 000 Euro, teilte die Polizei am Donnerstagmorgen mit. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.
