Hannover/Salzhemmendorf - Der Prozess wegen des Brandanschlages auf ein bewohntes Flüchtlingsheim in Salzhemmendorf bei Hameln wird nicht ausgesetzt. Einen entsprechenden Antrag der Verteidigung lehnte das Landgericht Hannover am Donnerstag zu Beginn des dritten Verhandlungstages ab. Die drei Angeklagten seien in der Wahrnehmung ihrer Rechte nicht durch das Ausscheiden von vier Nebenklägern verletzt, sagte der Vorsitzende Richter Wolfgang Rosenbusch am Donnerstag.
Die Staatsanwaltschaft wirft zwei Männern im Alter von 25 und 31 Jahren sowie einer 24-jährigen Frau gemeinschaftlich versuchten Mord und versuchte schwere Brandstiftung vor. Zudem sind weitere Details über den 31-jährigen mutmaßlichen Haupttäter bekannt geworden. Ein Ermittlungsbeamter beschrieb die Tätowierungen des Mannes. Er trägt Embleme, die in der Nazizeit von der SS und auch von der Neonazi-Organisation Wiking-Jugend benutzt worden seien, so der Polizist. Zum Prozessauftakt hatte der Angeklagte eine fremdenfeindliche Gesinnung abgestritten.
