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Fachtagung: Angsträumen den Kampf ansagen

09.11.2011

DELMENHORST Prof. Herbert Schubert, wissenschaftlicher Begleiter des vom Sozialministerium aufgelegten Projekts „Sicherheit im Städtebau in Niedersachsen“, hat bei der Arbeitstagung des Netzwerks am Dienstag im Delmenhorster Rathaus neue Anregungen erhalten. „Das Thema Schrottimmobilien haben wir noch nicht ausführlich beleuchtet“, sagte der Wissenschaftler am Rande der Tagung mit über 50 Teilnehmern aus dem Nordwesten, nachdem in einem Vortrag über den sozialen Brennpunkt Wollepark berichtet worden war. Von einem gerade erst begonnenen Prozess spricht Lothar Busch, Leiter der Abteilung Bauen und Wohnen im Sozialministerium: „Das Thema ,Sicherheit im Städtebau‘ muss mehr in die Köpfe rein.“ Da gebe es noch Defizite aufzuarbeiten. Nicht nur, aber auch und ganz besonders bei Architekten und Baufirmen.

Aus der Fläche Anregungen zu erhalten und Anregungen in die Fläche zu tragen war laut Ministeriums-Referatsleiterin Gabriele Lasius Aufgabe der Fachtagung mit dem etwas umständlichen Titel „Kommunale Sicherheitspartnerschaften im Städtebau in Niedersachsen – Praxiserfahrungen und Entwicklungsperspektiven“. Lasius: „Das Ziel ist der Erfahrungstransfer, das gegenseitige Lernen.“ Erstmals fand die Fachtagung an einem Ort außerhalb Hannovers statt. Im März, so Lasius, werde eine weitere Fachtagung in Lüneburg stattfinden. Die Delmenhorster Gastgeber nutzten die Gelegenheit, den Teilnehmern aus Verwaltungen, Präventionsräten, Polizei und anderen Institutionen die Problemzonen in der 74 000-Einwohner-Stadt und ihren Umgang damit darzustellen.

Das taten Oberbürgermeister Patrick de La Lanne, der Polizei-Präventionsbeauftragte Wolfgang Schröter und Stadtplanungs-Fachdienstleiter Ulrich Ihm. De La Lanne stellte die Erfolge bei der Kriminalitätsbekämpfung in der Stadt seit Gründung des Kriminalpräventiven Rates im Jahr 1994 dar. Die Zahl der Straftaten habe sich seitdem von 12 000 auf 7400 im Jahr verringert, die Aufklärungsquote sei von 38 auf 60 Prozent gestiegen. De La Lanne würdigte insbesondere die Anstrengungen des KPR gemeinsam mit anderen Akteuren rund um den Bahnhof: „Nur wenn wir Angsträume beseitigen, können wir das Sicherheitsempfinden unserer Bürgerinnen und Bürger verbessern.“ Wolfgang Schröter stellte die gute Entwicklung in Düsternort, die zu einem großen Teil der GSG zu verdanken sei, als Positivbeispiel vor, die im Wollepark als ihr Gegenteil. „Wenn ein Wohnobjekt zum Spekulationsobjekt wird, sind auch die besten Maßnahmen nur schwer umzusetzen“, sagte Schröter.

Dass auch kleine Maßnahmen wirken können, beschrieb Ulrich Ihm anhand der geplanten, bis jetzt nur teilweise umgesetzten Umgestaltung des nördlichen Bahnhofsbereichs mit dem Ziel der Vertreibung „alkoholisierter Stadtstraßenbewohner“.

 @ Ein Tagungsbericht ist in Kürze zu finden unter der Adresse http://www.sicherheit-staedtebau.de

Wolfgang Bednarz Delmenhorst / Redaktion Delmenhorst
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