Osnabrück /Schüttorf Zwei Männer im Alter von 23 bis 24 Jahren aus Lingen wurden von der Schwerpunktstaatsanwaltschaft zur Bekämpfung der Informations- und Kommunikationskriminalität Osnabrück wegen des Verdachts auf Geldfälschung angeklagt. In zwei Fällen sollen sie gewerbsmäßig und bandenmäßig Geldfälschung vorgenommen haben. Außerdem wurde auch Anklage wegen des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge beziehungsweise der Beihilfe erhoben.
Zwischen August 2015 und August 2016 sollen sie in einer Fälscherwerkstatt bei Schüttorf mindestens 7200 gefälschte 50-Euro-Scheine hergestellt und über das Internet unter dem Namen HQCNS (High Quality Counterfeit Notes Store) in Deutschland und dem europäischen Ausland veräußert haben.
Zudem soll einer der Angeschuldigten seit Mitte 2016 auf dem Dachboden der Werkstatt eine Marihuana-Plantage mit über 170 Pflanzen betrieben haben. Die Anklageschrift ist das Ergebnis von Ermittlungen der „Task Force“ Cybercrime der Zentralen Kriminalinspektion Osnabrück und Ermittlungen der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim. Die Angeklagten befinden sich seit August 2016 in Untersuchungshaft. Das Landgericht Osnabrück muss über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden.