Scharrel - Mit gut 100 Teilnehmern war das sechste Symposium der Fachgruppe „First Responder“ der Freiwilligen Feuerwehr Scharrel deutlich stärker besucht als im Vorjahr.
„First Responder haben das Ziel, schnelle, qualifizierte und medizinische Hilfe zur Überbrückung des therapiefreien Intervalls zu leisten“, sagte Benno Hermes, Vorsitzender des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Scharrel. Und so habe die Feuerwehr Scharrel vor elf Jahren, am 2. Mai 2002, das erste „First Responder System“ im Landkreis Cloppenburg gestartet, so Hermes weiter.
Inzwischen habe sich das „First-Responder-System“ als eine absolut konstante Einrichtung in Kooperation zwischen den Feuerwehren und dem DRK etabliert.
Die praxiserfahrenen Referenten vermittelten den Teilnehmern verschiedene Handlungsanleitungen für den Notfalleinsatz.
„Unfallchirurgische Notfallbehandlung – Primäre Behandlung von Luxationen und Frakturen“ hieß das erste Thema des Tages, zu dem Dr. Michael Renno vom Krankenhaus in Friesoythe referierte.
Über die Gefahren der CO-Vergiftung sprach dann Kreisausbildungsleiter Stefan Abshof, über das Verhalten der Einsatzkräfte am Einsatzort berichtete im Anschluss Polizeioberkommissar Hermann-Josef Böckmann von der Polizei Cloppenburg/Vechta, der zugleich Feuerwehrmann und Rettungssanitäter ist.
In einem Workshop mit Dr. Almut Opolka, Wolfgang Oltmanns sowie den Rot-Kreuz-Lehrassistenten Frank Witten und Katrin Bärlein wurde den Seminarteilnehmern in Theorie und Praxis der Umgang mit dem „Spineboard“ und dem „Combi-Carrier“ erläutert. Beides sind Hilfsmittel aus Holz oder aus Hartplastik zur Rettung verunfallter Personen, bei denen eine Verletzung der Wirbelsäule nicht auszuschließen ist.
In der Praxis übten die Symposiums-Teilnehmer im Anschluss die Rettung verletzter Personen aus dem Lkw, aus dem Pkw oder aus dem Bulli mit Hilfe einer Rettungsbühne.
