APEN - Mit spürbarer Betroffenheit haben im Nordwesten zahlreiche Menschen auf die tragischen Folgen des schweren Busunfalls reagiert, der sich, wie berichtet, am Donnerstag auf der Autobahn 28, nahe der Abfahrt „Apen/Remels“, ereignete.

Dabei war eine 40-jährige Mutter aus Ostfriesland ums Leben gekommen, die ihre beiden kleinen Töchter bei einem Schulausflug begleitete. Der sollte zu einer Reitsportveranstaltung nach Oldenburg führen. Doch dort kamen die 23 Kinder der Kooperativen Gesamtschule in Hage sowie vier erwachsene Begleitpersonen nicht an.

Etwa 15 Kilometer vor Westerstede übersah der 44-jährige Busfahrer aus dem Bereich Norden möglicherweise Hinweisschilder auf eine Baustelle. Wenig später krachte der Bus nach Polizeiangaben nahezu ungebremst erst gegen einen Schilderwagen der Autobahnmeisterei und dann gegen einen mit Streugut beladenen Lastwagen.

Während die 40-Jährige Businsassin wenig später verstarb, wurden zwei Lehrerinnen mit schweren Verletzungen in verschiedene Kliniken eingeliefert. Bei beiden Frauen bestand am Freitag nach Auskunft der Polizei weiterhin Lebensgefahr. Schwer verletzt liegen außerdem zwei Kinder in einem Bremer und einem Emder Krankenhaus. „Neuere Erkenntnisse über deren Gesundheitszustand haben wir gegenwärtig nicht“, sagte am Freitag der Sprecher der Polizeiinspektion Leer, Hauptkommissar Dirk Fey.

Fey bestätigte, dass gegen den Busfahrer ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung eingeleitet wurde. „Wir konnten den Mann bislang noch nicht vernehmen. Er hat einen schweren Schock erlitten“, bestätigte Fey.

Unterdessen laufen die Ermittlungen bezüglich der genauen Unfallursache auf Hochtouren. Auch ein Sachverständiger wurde eingeschaltet. Die Polizei ließ die am Unfall beteiligten Fahrzeuge noch auf der Autobahn beschlagnahmen. „Bislang gibt es bezüglich des Hergangs nur relativ wenige gesicherte Erkenntnisse. Ich erwarte, dass noch einige Zeit verstreichen wird, bis wir dazu fundierte Einzelheiten bekanntgeben können“, erklärte der Polizeisprecher.