Aschhausen - Ganz unverhofft konnten Besucher beim Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Aschhausen nicht nur bei verschiedenen Übungen und Vorführungen zusehen, sondern auch bei einem echten Einsatz. Ganz in der Nähe des Feuerwehrhauses an der Heinrichstraße und direkt auf dem Weg zu den von der Feuerwehr ausgewiesenen Parkplätzen war ein großer Ast aus einer Eiche gebrochen. „Das ist eben live“, erklärte Ortsbrandmeister Hartmut Schaffer, warum sich ein Teil der Feuerwehrleute plötzlich zu Fuß und mit Motorsäge ausgerüstet auf den Weg machte.

Und auch die Drehleiter aus Elmendorf, die ohnehin gerade an der Heinrichstraße gezeigt wurde, setzte sich in Bewegung. Natürlich folgte ein Teil der Zuschauer, um mal aus der Nähe und trotzdem aus sicherer Entfernung zu verfolgen, wie der Ast in handliche Stücke zersägt zu Boden fiel.

Bei einem Einsatz lässt sich eine Feuerwehr vom Wetter nicht aufhalten, ihren Tag der offenen Tür hätten die Aschhauser aber schon gerne trocken gehabt. Angesichts des immer wieder einsetzenden Nieselregens blieb die Zahl der Besucher überschaubar Zur ersten großen Übung um 13.30 Uhr, dem simulierten Brand eines Holzschuppens, war der Platz rund um die Übungsfläche dann aber doch gut gefüllt.

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Stephan Bonk kommentierte die Übung und erläuterte genau, wie eine freiwillige Feuerwehr bei so einem Einsatz vorgeht. Später am Nachmittag zeigten die Feuerwehrleute dann auch noch, wie sie bei einem Verkehrsunfall vorgehen, um verletzte aus einem Fahrzeug zu befreien.

Auch die DLRG, das Rote Kreuz, die Rettungshundestaffel Weser-Ems und die Verkehrswacht freuten sich über das Interesse der Besucher, die die trockenen Moment gerne nutzten um sich die Arbeit der Organisatoren erklären zu lassen und ihre Ausrüstung in Augenschein zu nehmen. Wer wollte, konnte im Überschlagsimulator ganz praktisch üben, wie man sich (und seine Kinder) aus einem Auto befreit, dass auf dem Dach liegt.

Auch die Chance für einen Blick in das gerade umgebaute Feuerwehrhaus nutzten einige Besucher. Der Anbau und die Vorstellung des bereits 2016 angeschafften Fahrzeugs HLF10 waren der Anlass für den Tag der offenen Tür. Überhaupt nicht vom Nieselregen beeindrucken ließen sich die kleinsten Besucher, die vor allem Spaß daran hatten, sich an den Spielstationen der Jugendfeuerwehr selbst an den Wasserschlauch zu stellen.

Christian Quapp
Christian Quapp Redaktion Westerstede