Wilhelmshaven - Das Amtsgericht Wilhelmshaven hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft Oldenburg Untersuchungshaft für eine 17-Jährige angeordnet. Der Vorwurf lautet auf versuchten Totschlag in Tateinheit mit schwerem Raub. Die junge Frau wurde am Dienstag außerhalb Wilhelmshavens festgenommen, wo sie sich in einer Jugendhilfeeinrichtung befand.

Hintergrund der U-Haft ist der Fall in Wilhelmshaven, bei dem am 5. Mai zwei Täter eine 14-Jährige brutal schlugen, traten und dabei filmten. Während ein dringend tatverdächtiger 17-Jähriger bereits in Untersuchungshaft in Oldenburg sitzt, war seine mutmaßliche Mittäterin zunächst in die Jugendhilfeeinrichtung gekommen. Der 17-Jährigen wird zudem vorgeworfen, das Handy des Opfers entwendet zu haben.

Weitere Ermittlungen, insbesondere die Vernehmung des 17-jährigen Jugendlichen, der am vergangenen Sonnabend festgenommen worden war, haben laut Staatsanwaltschaft den Verdacht begründet, dass die Beschuldigte mit Tötungsvorsatz gehandelt hat.

Derzeit ermittelt die Polizeiinspektion Wilhelmshaven-Friesland unter Leitung der Staatsanwaltschaft Oldenburg gegen weitere acht Jugendliche und einen Heranwachsenden. Diese sind verdächtig, die Tat beobachtet zu haben, aber nicht eingeschritten zu sein.

An diesem Mittwoch (17.00 Uhr) soll es eine Anti-Gewalt-Veranstaltung in Wilhelmshaven geben. Dazu werden laut Polizei 300 Teilnehmer erwartet.