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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Auch am Wochenende drohen Unwetter

25.06.2016

Osnabrück /Scheeßel Überschwemmte Straßen, Blitzeinschläge in Häuser und entwurzelte Bäume: Auf die hochsommerlichen Temperaturen folgten in Niedersachsen schwere Unwetter. Das „Hurricane“-Festivals in Scheeßel wurde am Freitagabend für zwei Stunden unterbrochen. Der Veranstalter rief die Besucher auf, sich zum Schutz in ihre Autos zu begeben. Zuvor musste auf dem Gelände bereits ein Partyzelt mit elektronischer Anlage evakuiert werden, weil sich darum ein See gebildet hatte. Starke Unwetter blieben jedoch aus, das Programm lief nach der Unterbrechung wie geplant weiter.

Auch das Turnfest in Göttingen musste wegen einer Unwetterwarnung unterbrochen werden. Die Teilnehmer wurden in geschlossene Räume geschickt, alle Mitmachangebote und Aktionen abgesagt. Die unterbrochenen Leichtathletik-Wettbewerbe sollten am Samstag nachgeholt werden.

Extreme Regenfälle gab es am Freitag unter anderem in Braunschweig, rund um Osnabrück und in Bremen. In vielen Orten stürzten Bäume auf Straßen und Bahngleise. Am Nachmittag liefen nach Polizeiangaben in Göttingen und im Umland Keller voll. In einigen Städten stand das Wasser auf der Straße, die Gullydeckel wurden angehoben. In Hann-Münden wurde Geröll auf eine Straße geschwemmt. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht.

NWZPlay zeigt ein Video zum Unwetter in Niedersachsen: (Adblocker deaktivieren)

In Sottrum, Zeven und Scheeßel im Landkreis Rotenburg schlugen Blitze in drei Häuser ein. Das reetgedeckte Dach eines Einfamilienhauses in Sottrum brannte vollkommen aus. In Zeven konnte der Brand eines Dachstuhls schnell gelöscht werden, und auch in Scheeßel hatten die Rettungskräfte das Feuer in einer Wanddämmung schnell im Griff. Auch im Landkreis Lüneburg gab es mehrere Blitzeinschläge.

Bereits in der Nacht zum Freitag fielen rund um die Wetterstation Groß Berßen im Landkreis Emsland bis zu 151 Liter Regen je Quadratmeter - das ist nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) rekordverdächtig. In der Region Osnabrück mussten in der Nacht Feuerwehr und Polizei mehr als 50 Mal ausrücken. Im Kreis Cloppenburg kam es zu Überschwemmungen und Unterspülungen von Straßen. Menschen wurden nicht verletzt.

„Niedersachsen ist dabei noch glimpflich davon gekommen“, erklärte Rüdiger Hartig vom DWD. „Nordrhein-Westfalen hat es noch schlimmer getroffen.“ Dort fielen durchschnittlich 60 bis 90 Liter Regen pro Quadratmeter in einer Stunde, in Niedersachsen seien es mit 30 bis 40 Litern deutlich weniger gewesen. In Bremen registrierte die Hansewasser bis zu 25 Liter in der Stunde.

Eine Schlechtwetterfront hat Niedersachsen auch in den nächsten Tagen fest im Griff. Am Wochenende werden wohl Teile des Landes unter starkem Regen, Hagel und Gewitter leiden. Die „Hurricane“-Veranstalter hoffen nun, dass ansonsten alles nach Plan läuft. „Wir beobachten das Wetter und werden rechtzeitig informieren, falls sich die Besucher in ihre Zelte oder Autos begeben sollen“, so Katja Wittenstein vom Veranstalter. Am Wochenende werden hier bis 75.000 Menschen zum dem Musik-Spektakel erwartet.

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