Elsfleth - Seinen alleeartigen Charakter hat sich der Hagebuttenweg bis heute bewahrt. In zwei Jahren könnte es allerdings vorbei sein mit dieser Idylle. Im Zuge der neuen Ortsumgehung Berne soll der Hagebuttenweg ab April 2015 für vier Wochen den Umleitungsverkehr aufnehmen, wenn der neue Knotenpunkt an der Bundesstraße 212/ Landesstraße 865 gebaut wird. Und mehrere Bäume sollen gefällt werden.
Keine größere Lösung
Während der Sitzung des Bau- und Straßenausschusses sowie Landschaftsschutz am Donnerstag (die NWZ berichtete) stellte Herwart Huck vom Vermessungs- und Ingenieurbüro Huck aus Ganderkesee eine provisorische Verkehrsführung der Bundesstraße 212 über den Hagebuttenweg vor. Er machte deutlich, dass verhindert werden sollte, eine „große Lösung“ einzurichten. Damit meinte er eine großräumige Umleitung über Brake, Oldenburg und Bookholzberg, wenn der Knotenpunkt bei Huntebrück gebaut würde. Die Bauzeit betrage rund vier Wochen. Ihm seien die Nachteile für die Anlieger bewusst, sagte Herwart Huck. Die Belastungen für die Umwelt seien aber deutlich geringer, wenn die kleine Lösung, sprich Verkehrsführung über den Hagebuttenweg, genehmigt würde.
Neue Tragdeckschicht
Damit der Straßenverkehr für etwa vier Wochen lang in Richtung Elsfleth beziehungsweise Berne überhaupt über den Hagebuttenweg fließen kann, muss dieser zuvor von 5,42 auf 6,50 Meter verbreitert und mit einer zehn Zentimeter dicken Tragdeckschicht versehen werden, die „länger als vier Wochen hält.“ Der Weg sei so zu schmal, erklärte Herwart Huck. Die zulässige Geschwindigkeit würde auf 30 hm/h begrenzt, es gebe aber keine Lastbeschränkung.
Um die Anbindung an die B 212 herstellen zu können – der Weg ist eine Sackgasse –, sollen vier Eschen, zwei Ulmen und ein Wacholder weichen. Diese Vorarbeiten dauern seiner Meinung nach gut eine Woche. Nachdem der neue Knotenpunkt fertiggestellt sei, würde alles wieder zurückgebaut. Das beinhalte auch die Zuwegung zur Bundesstraße 212, merkte der Ingenieur an.
Drei Anwohner des Hagebuttenweges nahmen an der Sitzung teil. Sie sehen die geplanten Arbeiten mit gemischten Gefühlen auf sich zukommen, könnten aber mit der Verkehrsregelung leben und wünschen, dass der Ausbau nicht zurückgenommen wird, wohl aber die zusätzliche Zuwegung zur B 212.
Herwart Huck betonte, dass vor den Arbeiten an den Häusern eine Bestandsaufnahme gemacht würde. „Bei Schäden wird ausgebessert“, versprach er. Die Anlieger sollen nun weiter über die geplanten Maßnahmen informiert werden.
