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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Wie hoch ist die Gefahr von Blitzeinschlägen im Nordwesten?

15.08.2019

Aurich /Oldenburg Erhebliche Schäden haben Gewitter am Dienstagabend im Nordwesten angerichtet. Durch Blitzeinschläge wurden Wohnhäuser beschädigt und die elektrische Anlage eines landwirtschaftlichen Betriebs total zerstört.

Nach einem heftigen Blitzeinschlag in mehrere Häuser in Berumbur (Landkreis Aurich) sind drei Frauen vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht worden. Sie konnten die Klinik allerdings nach einer Untersuchung unverletzt verlassen. Nach dem „gewaltigen Knall“ sei eine der Bewohnerinnen kurzzeitig kollabiert, aber schnell wieder zu sich gekommen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Es seien zudem erhebliche Schäden in drei Gebäuden verursacht worden. „Steckdosen und Schalter (sind) förmlich aus der Wand geflogen“, Hauptsicherungen der Stromzufuhr seien explodiert. Feuer habe es aber nicht gegeben.

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Auch knapp 100 Kilometer weiter südlich schlug ein Blitz in ein Gebäude ein und verursachte größeren Schaden. Durch den Einschlag in einen landwirtschaftlichen Betrieb in Groß Berßen (Landkreis Emsland) wurden die komplette Elektrik und die elektronischen Steuerungseinrichtungen der Stallungen zerstört, wie ein Sprecher der Feuerwehr der Samtgemeinde Sögel mitteilte. Es habe sich Rauch gebildet, ein offenes Feuer sei aber nicht ausgebrochen, Bewohner und Tiere hätten keinen Schaden erlitten. Die Abdeckungen von Schaltkästen und Steuerungseinrichtungen seien aber regelrecht aufgeplatzt und teilweise verschmort.

Kurze Zeit vor dem Einsatz sei ein heftiges Gewitter mit Hagel und wolkenbruchartigen Regenfällen im Bereich Sögel/Berßen niedergegangen. Bei der Anfahrt zum Einsatz hätten mehrere Straßen unter Wasser gestanden, berichtet die Feuerwehr.

Dass es bei einem Blitzeinschlag sogar in Nachbargebäuden zu großen Schäden kommt, sei nichts Ungewöhnliches, sagt Dirk Maske vom Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik (BFE) in Oldenburg. Über das Stromnetz in der Straße könne sich die Energie problemlos in der Nachbarschaft verteilen und auch in anderen Häusern Schaden anrichten. Um dies auszuschließen, bedürfe es eines „inneren Blitzschutzes“. Dieser sorgt dafür, dass die Blitzenergie gar nicht erst ins heimische Stromnetz gerät, sondern direkt in die Erde abgeleitet wird.

Grundsätzlich sei die Gefahr von einem Blitzschlägen im Nordwesten allerdings eher gering. Aus der Statistik, die das BFE seit einigen Jahren führt, rangiert Niedersachsen auf Platz 13 der 16 Bundesländer. Lediglich in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen würden noch weniger Blitze registriert, sagt Maske.

Jörg Jung Redakteur / Regionalredaktion
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