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Dachstuhl in Flammen – Feuerwehr rettet Hunde
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Aktualisiert vor 13 Minuten.

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Dachstuhl in Flammen – Feuerwehr rettet Hunde

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Pflegevater in wenigen Punkten geständig

12.07.2019

Aurich Die Liste der Vorwürfe ist lang, und die Vorwürfe wiegen schwer: Ein 57-Jähriger soll in Ostfriesland sieben Jungen von 1999 bis 2014 massiv sexuell missbraucht haben. Die Opfer, darunter auch zwei seiner Neffen, lebten meist als Pflegekinder bei ihm und seiner Frau. Die meisten Anschuldigungen wies der Angeklagte zurück. Die Vorwürfe seien so massiv, dass er nicht auf jeden einzelnen eingehen könne, sagte der Deutsche am Donnerstag zu Beginn des Prozesses gegen ihn. „Ich muss zugeben, dass es ein oder zwei Fälle gegeben hat, wo ich voll meine Taten zugebe“, räumte der in Krefeld geborene Mann aber auch ein.

Der Staatsanwalt ging in der Anklageverlesung auf jeden einzelnen Fall ein. Die Beschreibungen gingen ins Detail und waren für Zuhörer und vor allem für die anwesenden Betroffenen schwer zu ertragen. Der 57-Jährige habe seine Macht und Überlegenheit und die psychische und materielle Abhängigkeit seiner Schutzbefohlenen als Mittel genutzt, um diese gefügig zu machen. Er habe die Opfer auch mit Gewalt gezwungen. Zu den Übergriffen kam es laut Anklage bei unterschiedlichsten Gelegenheiten und an verschiedenen Wohnorten.

Das Paar wohnte mal in Aurich, Großefehn oder in Großheide. Laut Staatsanwalt verging sich der Angeklagte an den Jungen in den Zimmern der Kinder, unter der Dusche, im Schwimmbad oder in einem Wohnwagen oder auch im gemeinsamen Griechenland-Urlaub. Die Kinder waren zur Tatzeit unterschiedlich alt – mal fünf, mal neun oder zehn Jahre oder auch im Jugendlichen-Alter.

Der Mann ist seit 1984 verheiratet, war bei der Bundeswehr und zeitweise am Standort Wilhelmshaven stationiert, wurde nach Köln versetzt, kam letztlich wieder mit seiner Frau zurück nach Ostfriesland. In Neuss (Nordrhein-Westfalen) nahm das Paar das erste Pflegekind auf, das aus Hilden kam, wie sich der Angeklagte erinnerte. „Das hat relativ gut geklappt und gute Erfolge gehabt, sodass wir fünf bis sechs Pflegekinder zur gleichen Zeit gehabt haben“, sagte er.

Dass er sich an den Kindern in einer laut Staatsanwalt „nicht mehr feststellbaren Vielzahl“ vergangen, ihnen gar Gewalt angetan habe, wies er vehement zurück: „Ich bin nicht aggressiv und werde auch nicht übergriffig oder sonst irgendwas.“ Zu den Fällen, die er einräumte, sagte er im Nachhinein: „Ich weiß nicht, was mich dazu getrieben hat.“ Er entschuldigte sich bei denen, die den Eindruck gehabt hätten, er hätte „irgendwelche sexuellen Bedürfnisse“ befriedigt. „Das war in keiner Weise mein Wille.“

Der Prozess geht am 15. Juli weiter.

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