Bockhorn - Ein 45 Jahre alter Autofahrer aus Bockhorn ist am Dienstagnachmittag bei einem Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 437 schwer verletzt worden. Der 39-jährige Fahrer eines Milchlasters blieb nach Angaben der Polizei unverletzt, wurde aber vorsorglich ins Sankt-Johannes-Hospital nach Varel gebracht. Der schwer verletzte Bockhorner wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus nach Sanderbusch geflogen.
Nach Darstellung der Polizei ereignete sich der Unfall am Dienstag gegen 16.20 Uhr. Der 45-Jährige fuhr auf der Bundesstraße von Bockhorn in Richtung Neuenburg in einer Reihe mehrerer Fahrzeuge, als er auf gerader Strecke zum Überholen ansetzte. Dabei muss er vermutlich den entgegenkommenden Milchlaster übersehen oder die Distanz falsch eingeschätzt haben. Der Wagen prallte frontal gegen die rechte Vorderseite des Tankwagens, wurde herumgeschleudert und blieb in der Berme liegen.
Der Pkw-Fahrer wurde in seinem Wagen eingeklemmt. Die alarmierten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Bockhorn und Grabstede mussten die verletzte Person nach der ersten notärztlichen Versorgung mit einer hydraulischen Spreizschere aus dem Wrack retten.
Der gerade auf dem Heimweg nach Sanderbusch fliegende Rettungshubschrauber landete auf einem Acker neben dem Neuenburger Wald, nahm den Verletzten auf und flog ihn ins Krankenhaus Sanderbusch. Der 39-jährige Mann aus Wittmund, der den Tanklaster der Ammerländer Milchtransporte aus Dringenburg steuerte, wurde vom Rettungsdienst Friesland ins Vareler Krankenhaus gebracht
Die Bundesstraße musste für rund anderthalb Stunden voll gesperrt werden. In Bockhorn riegelten Feuerwehrleute die B 437 ab und leiteten den Verkehr über die Kreisstraße 102 nach Zetel um. In Neuenburg sperrten Polizisten die Bundesstraße sowohl am Ortseingang Lehmhörn als auch an der Hauptkreuzung im Ort ab. Danach wurde der Verkehr halbseitig an der Unfallstelle vorbeigeführt. Gegen 19.15 Uhr war die B 437 wieder frei befahrbar.
An der Unfallstelle brachten Feuerwehrleute Bindemittel aus, weil aus dem Pkw Öl ausgelaufen war. Die Freiwillige Feuerwehr war mit insgesamt 31 Leuten und sechs Fahrzeugen im Einsatz.
Die Molkerei Ammerland schickte einen zweiten Tankwagen, weil die mehr als 20 000 Liter Milch umgepumpt werden mussten. Nach Angaben eines Mitarbeiters war der Tank durch den Aufprall verrutscht. Abgebrochen war auch ein Rohr, so dass Milch auf die Straße lief. Der Sachschaden wird nach ersten Erkenntnissen auf einige zehntausend Euro geschätzt.
