Bad Zwischenahn - Unter der Leitung der Bereitschaft des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Bad Zwischenahn fand am Sonntag zum dritten Mal auf dem Marktplatz der „Tag der Retter“ statt. Er stand in diesem Jahr unter dem Motto „Wir arbeiten im (Ehren-)Amt, wann kommst du?“.

Den ganzen Tag über stellten sich verschiedene Hilfsorganisationen mit vielen Übungen und Stationen vor. Anders als im realen Leben brauchten die Zuschauer diesmal keine Rettungsgasse zu bilden. Es konnten Fotos nach Lust und Laune geschossen werden und den Rettern bei ihren demonstrierten Hilfeleistungen sogar über die Schultern geschaut werden.

Jonas Keppner, stellvertretender Bereitschaftsleiter des DRK, fasste die Zielsetzung des Tages zusammen: „Wir wollen uns präsentieren, zeigen, was wir können, unser Material vorstellen. Natürlich aber auch die Menschen motivieren, zu Mitgliedern zu werden.“

Bernd Weichert (Freiwillige Feuerwehr) hob die Eigendarstellung hervor, lobte die Kameradschaft bei gleichzeitig sinnvollem Tun zum Wohle der Allgemeinheit und strich das hohe Ansehen der Feuerwehrkameraden in der Bevölkerung heraus. Von Seiten der DLRG, die sich mit einem brandneuen Flyer präsentierte, betonte Nico Reimers die starke Kameradschaft. Nicht nur der Rettungsschwimmer sei gefragt. Auch Romantiker, Naturverliebte, Abenteurer und Technikfreaks fänden in der DLRG ihren Platz.

Als Aktiver des Deutschen Roten Kreuzes lobte Sinan Kaya spontan die Arbeit im Team, den Zusammenhalt, die Möglichkeit des Arbeitens im medizinischen Bereich zur Vorbereitung der Berufswahl oder eines Studium. Alle Organisationen waren sich aber einig, angetrieben zu werden von der Motivation, Menschen in Not helfen zu wollen und zu können.

Aus ganz anderen Gründen kamen jedoch viele Kinder und Jugendliche auf den Marktplatz. So auch Florian (4), der mit seiner Mutter aus Westerstede angereist war und nicht genug davon bekam, mit einer alten Handspritze der Feuerwehr ein fiktives Feuer auf einer Schautafel zu lösen. „Ich spritze gerne mit Wasser und bewundere meinen Papa, der bei der Feuerwehr ist.“ Da Florians Mutter beim DRK ist, war der Ausflug nach Bad Zwischenahn genau das Richtige. Die etwas älteren Gäste hatten bei diversen Vorführungen – speziell von Feuerwehr und DRK – die Möglichkeit, Mensch und Gerät in der Rettungssimulation zu beobachten.

Die Rettungshundestaffel Weser-Ems demonstrierte die Möglichkeiten beim Auffinden von Verletzten und den Gehorsam der Hunde. Die Polizei präsentierte sich mit einem anspruchsvollen Geschicklichkeitsparcours für Roller- und Radfahrer.