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Wie Oma dank NWZ die verlorene Plüsch-Giraffe wiederfand

27.04.2018

Bad Zwischenahn „Was für ein Zufall“, dachte sich NWZ-Leserin Erna Kopf aus Bad Zwischenahn am Donnerstagmorgen, als sie die Titelseite ihrer Zeitung aufschlug. Auf dem Aufmacherbild war eine Plüsch-Giraffe mit der Überschrift „Zwischenahns Polizei fahndet nach Kuscheltier-Besitzer“ zu sehen. Besagtes Stofftier war von einer 75-jährigen Spaziergängerin am Mittwoch um 10.20 Uhr nahe der Wilhelmstraße gefunden und unverzüglich bei der Polizeidienststelle im Kurort abgegeben worden.

Genau so ein Stofftier hatte die Großmutter Kopf auch zwischen den Spielsachen, die sie zu Hause für ihre Enkelin Laura (1) aufbewahrt. „Das müssen doch noch mehr Kinder haben“, war die 68-Jährige überzeugt. Doch sie las weiter und es fiel ihr wie Schuppen von den Augen: Es war exakt das Stofftier, das sie in Lauras Kinderwagen wähnte.

Die Beamten hatten am Tag zuvor nicht lange gefackelt und mit einem Aufruf über den Kurznachrichtendienst Twitter alle Hebel in Bewegung gesetzt, damit die Besitzerin ihr Kuscheltier schnell wieder in die Arme schließen kann. „Welcher kleine Erdenbürger vermisst sein Kuscheltier?“, twitterte die Polizeiinspektion Oldenburg-Stadt/Ammerland: „Das kleine Tier möchte gerne zurück zu seinem Besitzer!“ Die Online-Redakteure der „Nordwest-Zeitung“ sahen den Tweet und verfassten eine Meldung, die Donnerstag auf der ersten Seite der Printausgabe erschien. Auch auf NWZonline wurde auf die kuschelige Suchaktion hingewiesen. Im sozialen Netzwerk Facebook wurde der Aufruf hunderte Male geteilt.

Doch wie ging die kleine Giraffe verloren? Jeden Mittwoch passt die Rentnerin auf ihre Enkelin auf. Geplant war dieses mal ein Spaziergang vom Zentrum zum Vorort Rostrup samt Laura im Buggy. Erna Kopf schob den Kinderwagen gerade auf dem Fußweg zwischen Wilhelmstraße und Fischers Weg, als die müde Einjährige erst ihren Schnuller aus dem Buggy warf und dann die Plüsch-Giraffe. Vom gleichzeitig mitgeführten Hund abgelenkt, bemerkte Kopf nur den Schnuller auf dem Boden, aber nicht die Giraffe: „Auch zu Hause fiel mir nicht auf, dass das Kuscheltier weg war“, berichtet die stolze Oma. Laura schien der Verlust ebenfalls nicht bewusst zu sein: „Das kann sie noch nicht so realisieren.“

Als die Zwischenahnerin am nächsten Tag in die Zeitung guckte, war die Überraschung groß. „Es passte einfach alles“, resümiert Kopf. Ungläubig überzeugte sie sich selbst – Lauras Plüschtier war nicht mehr da. „Da musste ich natürlich lachen“, sagt die Großmutter mit einem Schmunzeln.

Kurze Zeit später holte Oma Erna die noch namenlose Plüsch-Giraffe bei der Polizeiwache ab. „,Wanted’ ist doch ein netter Namensvorschlag“, scherzt die Ammerländerin. Das Wort „Wanted“ ist englisch und bedeutet „gesucht“. Auch dass die Suchaktion auf der ersten Seite der Zeitung war, hält sie für eine nette Idee. „Sonst steht da nur was von Mord und Totschlag“, sagt Kopf und lacht.

Niklas Grönitz
Volontär, 1. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003