Bad Zwischenahn - Die DLRG Bad Zwischenahn hat ihre Saison beendet. Bevor am Dienstagabend in Rostrup die Jahresbilanz mit den Einsatzzahlen für das Zwischenahner Meer und den Woldsee vorgestellt wurde, konnte die DLRG aber noch ihre finanzielle Bilanz aufbessern – dank der Frauen vom Lions Club Ammerland-Inamorata.
Eine Spendensumme von insgesamt 4600 Euro übergab Präsidentin Margarete Lottis-Brunée zusammen mit Anne Schröder und Christa Bolken an Klaus Klar, den 1. Vorsitzenden der DLRG-Ortsgruppe. Etwa 30 „Löwinnen“ hatten im ehrenamtlichen Einsatz am Lions-Weinstand anlässlich der Zwischenahner Woche das Geld erwirtschaftet. „Wir unterstützen mit dieser Spende die ebenfalls ehrenamtliche Einsatztaucher-Gruppe der DLRG. Wir honorieren und wertschätzen den Einsatz der Lebensretter für die Menschen am und auf dem Zwischenahner Meer“, führte Lottis-Brunée aus.
Klaus Klar danke herzlich für die Spende, von der eine Unterwassersprechgarnitur für die Taucher angeschafft werden soll, um die Kommunikation unter Wasser herstellen zu verbessern.
Anschließend referierte DLRG-Sprecher Ralf Zimmermann das Einsatzgeschehen 2018 auf dem Meer: Die rund 50 aktiven Rettungsschwimmer leisteten knapp 5000 Wachstunden ab. Darin sind nicht enthalten die immens vielen Stunden für Verwaltung, Wartung, Geschäftsführung, Ausbildung und administrative Dinge. Insgesamt fuhren die Ehrenamtlichen 127 Einsätze, sie begleiteten 34 Regatten, beobachteten 44 Kenterungen, bargen 32 Boote und erhielten 25 Schlepp-Aufträge. Anfang des Jahres musste eine Leiche nach einem Suizid geborgen werden. Vier Personensuchaktionen hingegen endeten glimpflich.
Bei einer Bombenräumung auf dem ehemaligen Bundeswehrkrankenhausgelände musste vom Wasser her die Evakuierung überwacht werden. Dazu kamen Einsätze bei Großveranstaltungen wie dem Bären-Triathlon, dem Feuerwerk zur Zwischenahner Woche und der DLRG-eigene Wettbewerb „Quer durchs Meer“.
Zu den kuriosesten Einsätzen gehörte im Mai die Suche nach einem vermissten Kajakfahrer, im Juni die Rettung einer Möwe, die sich im Prahm verheddert hatte, sowie im September das wieder Flottmachen eines Fahrgastschiffes, das auf Grund gelaufen war.
Für das Jubiläumsjahr „100 Jahre Bad“ hat die DLRG einiges vor. Sie will am 10. August 2019, parallel zu „Quer durchs Meer“, ein Luftmatratzen-Rennen, eine Neptun-Taufe, ein Taucher-Roulette und sogar eine Wasserski-Akrobatik-Show auf die Beine stellen.
Im Fazit sprach Zimmermann von einem relativ ruhigen Jahr für die Wasserretter. „Der Sommer war zu heiß. Die Algenblüte und Meldungen über multiresistente Keime trübten den Badespaß, der geringe Wasserstand erschwerte den Wassersport. Der Woldsee war hingegen bestens frequentiert.“
