Oldenburger Land/Surwold - Mit „großer Sorge“ verfolgen die örtlichen Geldinstitute die nicht abreißende Serie von Geldautomaten-Sprengungen und leiten Sicherheitsmaßnahmen ein. „Auch wir haben bei unseren 182 Geldautomaten Vorkehrungen getroffen“, betont Hans-Günter Rostalski, Sprecher der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO).
Lesen Sie auch: Automatenknacker stirbt bei Unfall auf der Flucht, Artikel vom 10.3.2016 Geldautomat der OLB in Oldenburg gesprengt, Artikel vom 4.2.2016 Unbekannte sprengen Geldautomaten in Ramsloh, Artikel vom 1.1.2016Video: OLB-Geldautomat in Oldenburg gesprengt
Bei der Oldenburgischen Landesbank (OLB) – sie war laut Sprecher Timo Cyriacks seit Juli 2015 an elf ihrer insgesamt 350 Geldautomaten von Sprengungen betroffen – genießt das Thema hohe Priorität. „Nachtschließungen zwischen 23 und 6 Uhr gehören zu den ersten präventiven Mitteln, die wir einsetzen. Wir konzentrieren die Nachtschließungen auf die Gebiete nahe der niederländischen Grenze, also Ostfriesland, Emsland und die Grafschaft Bentheim“, erklärte Cyriacks auf Nachfrage der NWZ . Die nachts geschlossenen Bereiche seien zudem alarmgesichert, und seit mehreren Monaten fahre nachts ein privaten Sicherheitsdienst Streife.
Überdies würden Systeme zur Gaserkennung in den Geräten oder auch sogenannte Absorptionsmatten genutzt. Diese schluckten einen Teil der Detonationskraft und verhinderten, dass sich bei der Sprengung die Tresortür des Automaten öffnet. Auch mechanische Lösungen am Gerät selber würden geprüft.
In der Nacht zu Freitag hatten Unbekannte im Emsland erneut einen Geldautomaten gesprengt. Bei der Sprengung in Surwold entstand laut Polizei ein Sachschaden von rund 50 000 Euro an dem Bankgebäude. Die Täter flüchteten ohne Beute.
