Barßel - Zu insgesamt 1697 Einsätzen sind die Feuerwehren des Kreisfeuerwehrverbandes Cloppenburg im vergangenen Jahr ausgerückt. Dabei fielen insbesondere die Hilfeleistungen mit 1057 Einsätzen ins Gewicht. Davon waren 673 Einsätze den Stürmen in 2017 geschuldet. Die Brandeinsätze beliefen sich auf 347. Diese Zahlen nannte Kreisbrandmeister Arno Rauer auf der Verbandsversammlung und der Dienstbesprechung der Stadt-, Gemeinde- und Ortsbrandmeister des Landkreises am Mittwochabend im Hotel Niehaus in Barßel. Traditionell ist die Gemeinde, die den Kreisfeuerwehrtag ausrichtet, auch Gastgeber der Jahreshauptversammlung.

Für Rauer war es die erste Sitzung als Kreisbrandmeister. Erst vor wenigen Wochen hatte der Garreler Feuerwehrmann das Amt von Heinrich Oltmanns aus Ramsloh übernommen. Offiziell erhielt Rauer an diesem Abend durch Landrat Johann Wimberg den Dienstgrad „Kreisbrandmeister per Urkunde verliehen“.

Der Landkreis verfügt über 1095 aktive Feuerwehrkameraden sowie 282 Mädchen und Jungen in der Jugendfeuerwehr. Der Verband zählt heute 1772 Kameraden und Kameradinnen, berichtete Rauer. Er freue sich als neuer Kreisbrandmeister auf eine gute Zusammenarbeit mit den Wehren und auf die zukünftigen Herausforderungen. Um schlagkräftig zu bleiben, brauche man den Nachwuchs, aber durchaus auch Quereinsteiger. Wichtig sei auch die Tagesbereitschaft in den Wehren. Rauer betonte, dass ihm die Gesundheit der Kameradinnen und Kameraden sehr am Herzen liege, gerade auch im Hinblick auf die Kontamination.

„Die Herzkammer der Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis schlägt in diesem Jahr in Barßel, denn im September findet der Kreisfeuerwehrtag bei uns in Barßel statt. Sicherlich ein Höhepunkt für die Kameraden der insgesamt 22 Wehren im Landkreis“, so Bürgermeister Nils Anhuth in seinem Grußwort. Landrat Johann Wimberg berichtete über den Ausbau der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Cloppenburg. Weiter werden in Cloppenburg, Löningen und Frie­soythe neue Drehleitern angeschafft.

Klare Worte fand der stellvertretende Vorsitzende des Oldenburger Feuerwehrverbandes, Heiko Basshusen aus der Wesermarsch, bezüglich Anschaffung des Katastrophenfahrzeuges LF 20: „Diese Fahrzeuge sind fast 30 Jahre alt und gehören ins Museum oder auf den Oldtimermarkt. Wir brauchen dringend neue Fahrzeuge. Die Anschaffung der Katastrophenfahrzeuge ist eine Katastrophe.“ Ebenso forderte er für die Kameraden einen einheitlichen Dienstausweis. So könnten sie beispielsweise bei der Bahn in den Genuss von ermäßigten Fahrpreisen kommen.

Mit Heinrich Wübben (Lindern), Guido Coldehoff (Bevern), Mario Radtke (Löningen) und Reinhard Vaske (Emstek) wurden vier neue Mitgliedern in den erweiterten Vorstand berufen. Als Schriftführer wurde Rolf Neumeister aus Garrel bestätigt. Geehrt wurden: Martin Sommer von der Feuerwehr Essen sowie Andreas Blömer von der Feuerwehr Bevern mit der Verdienstmedaille in Bronze des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen. Mathias Stöter von der Feuerwehr Ramsloh wurde mit der Verdienstmedaille in Silber des Oldenburgischen Feuerwehrverbandes ausgezeichnet.