BARßEL - Die jüngsten Chlorgasunfälle sowohl im Frei- und Hallenbad Friesoythe als auch im Freizeitbad Saterland lösten großen Alarm aus. Menschen wurden evakuiert, Feuerwehren und ABC-Trupps kamen zum Einsatz. Während es sich in Friesoythe tatsächlich als ein Ernstfall herausstellte, denn Chlorgas war entwichen, handelte es sich im Ramsloher Bad erfreulicherweise nur einen Fehlalarm.
Die beiden Ereignisse lösten in Barßel bei den Schwimmmeistern im Hallenbad Horst Nicolai und Ralf Deeken, aber auch im Rathaus bei Bürgermeister Bernd Schulte keine große Besorgnis aus. „So etwas kann bei uns im Hallenbad nicht passieren“, sagt Bernd Schulte. „Schon vor Jahren haben wir die Chlorgasanlage ausgebaut und durch eine neue Trockenchlorgranulatanlage ersetzt. „Da kann absolut nichts passieren und es gibt keine Gefährdung“, so der zuständige Sachbearbeiter im Rathaus Andre Schröder.
Das Umrüsten hat auch zur Folge, dass ein Großeinsatz der Feuerwehr unwahrscheinlicher wird, so Schröder. Rund 8000 Euro hat sich die Gemeinde Barßel die neue Chloranlage Kosten lassen, die vor allem auch eine deutliche Verbesserung der Badewasserqualität bringt. „Wir haben die einzige Anlage dieser Art im Landkreis Cloppenburg“, betont Schröder. „Anders als beim Chlorgas, wo das Wasser gefiltert wird, erfolgt durch das Chlorgranulat eine schnelle Desinfizierung des Wassers im Becken. Dadurch wird rasch die gewünschte Konzentration des aktiven Chlors erreicht“, erklärt Schwimmmeister Horst Nicolai die Verfahrensweise.
Ohnehin hätte damals die bisherige Chlorgasanlage erneuert werden müssen, sagt Erster Gemeinderat Arno Baumann.
