Bösel - Eigentlich eine Versammlung wie eh und je bei der KFD Bösel – der Vorstand stellte die restaurierte Flagge vor und blickte auf das vergangene Jahr zurück. Soweit, so unauffällig. Doch dann rückte das Versammlungsende näher und plötzlich fiel zwei Frauen auf, dass ihre Jacken verschwunden waren. „Wir dachten zuerst, die seien vertauscht worden“, sagt Petra Oltmann aus Bösel, die am Mittwochabend ebenfalls an der Versammlung teilgenommen hat. Die Garderobe wurde leergeräumt, die Jacken waren nicht aufzufinden.

Im Gegenteil, mittlerweile fehlten auch die Jacken von sechs weiteren Frauen und dem Pfarrer. Die Polizei wurde alarmiert. „In all dem Gewusel merkten die Frauen, dass ihre Autoschlüssel in den Jacken waren“, berichtet Oltmann. Als sie das erste Mal den Parkplatz überprüften, war alles ruhig. „Danach haben wir aufgepasst, damit bei den Autos nichts passiert.“ Das war gut so, denn auf einmal blinkte ein Licht von einem der Autos.

„Die Autobesitzerin schrie auf und stürzte sich auf den Beifahrersitz“, erzählt Oltmann. Der Täter saß auf dem Fahrersitz, „Er war wahrscheinlich geschockter als wir.“ Er floh aus dem Auto und rannte an den Frauen vorbei, die der Polizei den flüchtigen Täter sofort meldeten. Später konnten die Einsatzkräfte den beschuldigten 27-jährigen Böseler aufgreifen. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet, teilte die Polizei mit.

Angst habe sie nicht gehabt, sagt Oltmann. Aber „aufgewühlt waren alle“, bestätigt die erste KFD-Vorsitzende, Marianne Fennen. Am Abend ging es erst einmal ohne Jacken und Schlüssel nach Hause – die hatte die Polizei. „Bis alle Ersatzschlüssel organisiert und Gespräche geführt waren, dauerte es. Gegen 22.15 Uhr war ich zu Hause“, berichtet Oltmann. Die Jacken seien heute wiedergebracht worden.