Edewecht - Ein Gerät, das im Alltag Menschenleben retten kann, wird völlig unterschätzt: Rauchmelder. Die fünf Freiwilligen Feuerwehren in der Gemeinde Edewecht informierten am Sonntag über die Geräte im Rahmen eines „Rauchmelder-Tages“.
Dabei stellten die Feuerwehrkameraden den interessierten Besuchern unterschiedliche Modelle in unterschiedlichen Preiskategorien vor, die von 17 Euro bis 27 Euro reichten. Bei der Freiwilligen Feuerwehr in Edewecht waren es überwiegend ältere Menschen, die das Beratungs- und Informationsangebot wahrnahmen, wie Ortsbrandmeister (OBM) Andree Hoffbuhr feststellte.
„Die Gäste ließen sich die Funktionen und die Technik erläutern“, so Hoffbuhr. Den Besuchern wurde darüber hinaus verdeutlicht, wie wichtig Rauchmelder seien – die rechtzeitige Warnung könne Menschenleben retten. Eine Erfahrung, die OBM Hoffbuhr und seine Kameraden bei ihren Einsätzen schon oft gemacht hatten.
Während Neubauten – wie es hieß – sofort mit Rauchwarnmeldern ausgestattet sein müssten, gelte für ältere Gebäude eine Übergangszeit bis Ende 2015. Notwendig seien die kleinen Alarmanlagen in Kinderzimmern, in Fluren und Schlafzimmern. Darüber hinaus sei es jedem freigestellt, weitere Anlagen im eigenen Zuhause zu installieren.
Wenn es erst brenne, sei es für eine Rettung häufig zu spät, zumal die meisten Todesopfer bei Bränden durch Rauchgasvergiftung zu beklagen seien. Wie schnell sich Qualm entwickeln und einem die Sicht nehmen könne, konnten die Besucher im Gerätehaus der Feuerwehr selbst erleben. Dort wurde ein Raum mit Rauch gefüllt. Die Menschen verloren sehr schnell die Orientierung, weil sie fast nichts mehr sahen.
Zu den Gästen gehörte auch Hermann Budde aus Edewecht. Er wollte einmal erfahren, wie es sei, sich in einem völlig verqualmten Raum zu befinden. In seinem Haus hat er schon einen Rauchwarnmelder installiert, nach den Informationen am Sonntag hat er sich drei weitere bestellt.
Der Rauchmelder bei ihm zu Hause habe sich schon längst bezahlt gemacht. Er ging los, als bei Budde eine Heizdecke in Brand geraten war. Dank des Alarms und rechtzeitigen Eingreifens sei der Schaden nur sehr gering gewesen.
