BERDUM/WANGERLAND - Alles rot: So viele Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr wie jetzt bei der Frühjahrs-Fahr- und Funkübung hat Berdum bisher kaum erlebt. Mit 13 Fahrzeugen haben die Wehren aus dem Wangerland, aus Accum, Fedderwarden, Sengwarden, Carolinensiel und Berdum die Einsatz-Koordination über Funk geübt.
Vor mehr als 30 Jahren hat Heino Alken von der Ortsfeuerwehr Neugarmssiel die Funkübung ins Leben gerufen. Damals ging es darum, den Umgang mit den neuen Sprechfunkgeräten zu üben. „Die Feuerwehrkameraden sollten lernen, keine Angst vor dem Funken zu haben“, sagt Alken. Heute ist Zweck der Übung, sich anhand Kartenkoordinaten zurechtzufinden, außerdem Funkdisziplin und richtige und verständliche Aussprache des Funkalphabets zu lernen.
Vom vor dem Feuerwehrhaus in Berdum stationierten Einsatzleitwagen aus wurden die Fahrzeugbesatzungen anhand von Koordinaten quer durch Ost-Friesland geleitet. Die bei der Feuerwehr gebräuchlichen Karten sind benannt nach der Universalen Transversalen Mercator-Projektion (UTM). Mit Hilfe eines so genannten Planzeigers kann im UTM einen Punkt auf mindestens 100 Meter genau bestimmt werden.
Am Koordinatenpunkt mussten die Einsatzkräfte dann Aufgaben bearbeiten, sei es Objekte zu finden oder verschiedene Löschwasserentnahmestellen wie Hydranten, offene Gewässer oder Löschwasserbrunnen aufzusuchen.
Schnell stellte sich bei der Übung heraus, dass einige Karten auf den Fahrzeugen nicht ganz aktuell sind – doch auch das wurde von den beiden Sprechfunkern, Patrick Kurowskis und Hartmut Meents, im Einsatzleitwagen gemeistert: Sie lenkten auch per alter Karte ihre Kameraden sicher ans Ziel.
„Die Frühjahrs-Fahr- und Funkübung ist wieder einmal sehr gut abgelaufen“, freute sich Berdums Ortsbrandmeister Arno Hildebrand, der gemeinsam mit seinen Kameraden die Übung ausgearbeitet hatte. Die Herbstfunkübung wird von der Ortsfeuerwehr Minsen ausgerichtet.
