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Bluttat Täter seit Wochen im Fokus der Polizei

Anja Biewald
Anja Biewald Friederike Kloth

BERNE - Grasende Schafe, Landwirte bei der Arbeit, ab und zu rauscht ein Zug auf den nahe gelegenen Gleisen vorbei: Im Berner Ortsteil Bettingbühren ging am Mittwoch nach der Verhaftung des mutmaßlichen Mörders Torsten T. alles seinen ruhigen Gang.

Bereits am Dienstagabend war der 42-jährige Gelegenheitsarbeiter von der Polizei verhaftet worden. Sein Wohnhaus wurde durchsucht, die Türen versiegelt. Noch immer sind die Reifenabdrücke der Einsatzfahrzeuge deutlich sichtbar. „Die Polizei war den ganzen Vormittag über hier“, sagte Nachbar Dieter Koopmann. Er weiß auch, dass der Beschuldigte und sein Opfer sich schon seit Jahren kennen. Regelmäßig fuhr Harmsen in seinem alten Audi 80 vor. „Er hupte, und T. stieg ein“, berichtet Koopmann.

42-Jähriger gesteht

Der 42-Jährige Tatverdächtige war in der Nähe seines Wohnhauses festgenommen worden, als er am Abend auf dem Heimweg war. Anschließend wurde er von den Beamten der Mordkommission verhört. Dabei verstrickte sich T. in Widersprüche und gestand schließlich, Harmsen erschlagen zu haben. Zahlreiche Hinweise führten die Ermittler immer wieder zu dem 42-Jährigen. „Der Berner war bereits seit einigen Wochen im Fokus der Ermittler“, sagte Anke Rieken, Sprecherin der Mordkommission Berne. Schon die Analyse eines Profilers hatte für die Beamten ergeben, dass sie es mit einem Einzeltäter zu tun haben.

Hinweise zur Tatwaffe

„Es gab viele vielversprechende Hinweise in verschiedene Richtungen, aber wir kamen immer wieder auf den 42-Jährigen“, sagte Rieken. In der Vernehmung habe T. sich auch zur Tatwaffe geäußert. Details dazu gibt die Polizei aber noch nicht bekannt.

Unterdessen steht fest, dass im Wohn- und Geschäftshaus von Harmsen von der Polizei auch Geld gefunden wurde. „Es handelt sich um keine immensen Summen“, so Rieken. „Wir gehen davon aus, dass der Tatverdächtige um finanzielle Hilfe gebeten hat.“ Aufgrund mehrerer Betrugsdelikte war T. mehrfach vorbestraft. Gegenüber den Polizeibeamten machte der 42-Jährige massive finanzielle Probleme als Motiv für die Tat geltend. Gegen ihn wurde Haftbefehl wegen Mordes erlassen. Er wurde in die Justizvollzugsanstalt in Oldenburg gebracht.

Gegenüber der

NWZ

  betonte die Sprecherin der Mordkommission, wie wichtig die Mitarbeit der Bevölkerung bei der Aufklärung des Mordes gewesen sei. Der Inspektionsleiter der Polizeidirektion Cuxhaven/Wesermarsch, Kriminaldirektor Bernd Deutschmann, bedankt sich auch im Namen des Leiters der Mordkommission, Robert Kalka, ausdrücklich beim Landrat des Landkreises Wesermarsch und dessen Belegschaft für die Unterstützung. Diese ermöglichten den Mitgliedern der Mordkommission Berne, in Büros im Braker Kreishaus zu arbeiten. Auch bei der Polizei in Brake bedankte er sich.
Anja Biewald
Anja Biewald Redaktion Oldenburg
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