BETHEN - BETHEN/HOM - Zu einem feierlichen Abendgebet sind am Mittwoch, 20. September, um 20 Uhr alle Menschen nach Bethen eingeladen, die in helfenden, heilenden und pflegenden Berufen tätig sind. Auch pflegende Angehörige sind eingeladen. Geleitet wird das Gebet von Offizialatsrat Bernd Winter aus Vechta. Er ist Leiter der Abteilung Seelsorge im Offizialat.

Die Idee zu dem Abendgebet in Bethen stammt vom Wallfahrtsausschuss. Seit fünf Jahren bemühen sich die Mitglieder unter der Leitung der Pastoralreferentin Rosi Meyer und des Vorsitzenden Josef Kollhoff darum, dem Wallfahrtsort neue Impulse zu geben. „Es kommt nicht nur darauf an, dass die Gebäude und das Umfeld schön gestaltet sind“, erklärt Rosi Meyer die Ziele. „Wir möchten die Situation der Menschen wahrnehmen und daraus neue Formen entwickeln.“

Auslöser des Abendgebetes waren die Terroranschläge am 11. September 2001. Damals hatte man spontan zum Gebet in die Basilika eingeladen. Ein Jahr später kamen etwa 300 Mitglieder der Rettungsdienste zusammen.

Doch auch ganz alltäglich kümmerten sich Menschen um Verletzte, Kranke, Alte, Behinderte und Trauernde. Feuerwehrleute, Polizisten, Sanitäter, Ärzte, Notfallseelsorger, Pflegekräfte und nicht zuletzt pflegende Angehörige kämen dabei immer wieder in Situationen, in denen sie sich selbst hilflos fühlten. In ihrer Hilflosigkeit kämen viele nach Bethen, bäten um Fürsprache, schöpften Kraft. Und so sei diese besondere Personengruppe auf den Wallfahrtsplatz eingeladen, um in der Abendstunde gemeinsam ihre Anliegen vor Gott zu bringen. Mit einem persönlichen Segen könnten sich die Helferinnen und Helfer für die künftige Arbeit stärken lassen, heißt es.

„Wir reagieren auf aktuelle Ereignisse und Nöte“, sagt Josef Kollhoff. „Und in jedem Jahr wollen wir mit mindestens einer besonderen Veranstaltung einen Impuls setzen.“