Bissendorf - Bei der Kollision zwischen einem Regionalzug und einem Straßenreinigungsfahrzeug bei Osnabrück ist am Freitagvormittag ein Mensch lebensgefährlich verletzt worden. Mindestens zehn der 150 Zuginsassen wurden nach Polizeiangaben leicht verletzt. Der Zugführer erlitt einen Schock und musste von einem Notfallseelsorger betreut werden. Aufgrund des Unfalls wurde die Zugstrecke in beide Richtungen über Stunden gesperrt. Einem Bahnsprecher zufolge wurde auch die Oberleitung beschädigt. Der Fernverkehr aus Richtung Hannover wurde über Hamm umgeleitet.
Der Unfall ereignete sich an einem Bahnübergang in Bissendorf. Der Fahrer des Reinigungsfahrzeuges war mit der Reinigung einer Ölspur auf der Straße beschäftigt, als der Regionalzug der Eurobahn auf dem Weg von Bielefeld ins niederländische Hengelo auf dem halbseitig beschrankten Bahnübergang in den Lastwagen fuhr.
Der Zug schob den Lkw ungefähr 150 Meter vor sich her. Der Reinigungswagen wurde zwischen Zug und einer Lärmschutzwand eingeklemmt. Der Fahrer wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Nach ersten Erkenntnissen habe der Lokführer mehrfach ein Warnsignal gegeben und habe noch mit einer Notbremsung versucht, den Zug zu stoppen. „Der genaue Unfallhergang ist noch Gegenstand von Ermittlungen“, sagte eine Polizeisprecherin.
