Oldenburger Münsterland - Die Polizeiinspektion (PI) Cloppenburg/Vechta veranstaltet in der kommenden Woche, 12. bis 18. Mai, erneut einen „Geschwindigkeits-Messmarathon“ im Oldenburger Münsterland. Diese Geschwindigkeitsmesswoche, die zuletzt vor zwei Jahren durchgeführt wurde, basiert auf der Verkehrssicherheitsinitiative (VSI) 2020. Deren Ziel ist es, die Anzahl der Getöteten und Schwerverletzten im Straßenverkehr bis zum Jahr 2020 um ein Drittel zu reduzieren.
Schon acht Tote in 2014
Im vergangenen Jahr kam es in den Landkreisen Cloppenburg und Vechta insgesamt zu 5886 Unfällen, davon 1258 Unfälle mit Personenschäden. 22 Verkehrsteilnehmer starben, 272 Personen wurden schwer verletzt. In diesem Jahr liegt die aktuelle Zahl der Verkehrsunfälle bei 1887 (Stand 2. Mai). Acht Menschen kamen ums Leben, 85 wurden schwer verletzt.
Da überhöhte Geschwindigkeit immer noch eine der Hauptunfallursachen sei, habe man die Messwoche initiiert, sagte der stellvertretende PI-Leiter Walter Sieveke am Freitagmittag bei einem Pressegespräch. „Geschwindigkeitsmessungen stören nur denjenigen, der zu schnell fährt. Und in diesem Jahr ist jeder zweite Unfalltote auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen.“
Videobeweise
Beteiligt an dieser Aktion, die von Polizeihauptkommissar Jan-Dirk Meiners koordiniert wird, ist – neben den Beamten der PI Cloppenburg/Vechta – die kommunale Geschwindigkeitsüberwachung der Kreise Cloppenburg und Vechta. Die Beamten der PI Cloppenburg/Vechta werden zudem von Kollegen der PI Cuxhaven/Wesermarsch, Verden/Osterholz, Oldenburg-Stadt/Ammerland, Delmenhorst/Oldenburg-Land und Diepholz unterstützt. Zum Einsatz kommen neben Radargeräten und Laserpistolen auch PPS-Fahrzeuge (Police-Pilot-System), die Verkehrssünder direkt nach dem Verstoß mit Videoaufzeichnungen konfrontieren.
