BOCKHORN - BOCKHORN/HIP - Die Dorfinitiative Bockhornerfeld mit Sprecher Peter Junker stellt sich eindeutig gegen die Nordtrasse der Küstenautobahn A 22. In ihrer Stellungnahme wird betont: „Diese Route wird unser Dorf kaputt machen. Familien, die hier ihr Leben aufgebaut haben, werden damit konfrontiert, dass alles umsonst und sinnlos war.“ Die Initiative bezweifelt überhaupt einen sinnvollen Nutzen der Autobahn für die Region und vor allem für die Gemeinde Bockhorn: „Im Gegenteil, es wird noch mehr Kaufkraft in die größeren Städte abfließen, Bürger werden abwandern.“ Von den negativen Wirkungen auf den Tourismus ganz zu schweigen.

Die Anwohner der potentiellen Trasse „erleben schon heute einen bedeutenden Wertverlust ihrer Häuser. Menschen, Tiere und Umwelt in einem Korridor von mindestens vier Kilometern beiderseits der Trasse werden durch Lärm und Luftschadstoffe erheblich belastet.“ Kein Verständnis zeigen die Bürger dafür, dass eine Autobahn durch Moorgelände gebaut werden soll: „ Wie begründen es die Behörden, dass in Zeiten leerer Kassen die teuerste Variante einer Autobahn gewählt wird?“

Kritisiert wird das Verhalten von Ammerländer Kommunalvertretern, die die Nordtrasse befürworten: „Sie wollen von der Autobahn profitieren. Warum soll diese dann nicht auch über Ammerländer Gebiet laufen?“ Junker forderte in der Ratssitzung die Gemeindeverwaltung dazu auf, ähnlich wie in Wiefelstede zu ermitteln, wie viele Häuser und Grundstücke von der Nordtrasse betroffen sind.