BöSEL - Drei ausgebüxte Jungbullen sorgten am Mittwochnachmittag in Bösel (Kreis Cloppenburg) für mächtig Aufregung: Stundenlang waren Feuerwehr und Polizei im Einsatz, um die aggressiven Tiere wieder einzufangen. Bis zum Abend gelang es, zwei Bullen mit Betäubungspfeilen außer Gefecht zu setzen und abzutransportieren.

Der dritte Bulle flüchtete ins Vehnemoor und konnte bis zum späten Abend nicht entdeckt werden. Die Polizei mahnte deshalb Autofahrer im Bereich der Overlaher Straße zu erhöhter Wachsamkeit: „Man sollte langsamer und vorsichtig fahren“, so Frank Soika von der Polizei in Cloppenburg: „So ein Bulle bringt immerhin rund 250 Kilogramm auf die Waage.“ An diesem Donnerstagmorgen solle ab 8 Uhr die Suche nach dem dritten Bullen fortgesetzt werden. „Eventuell wird auch ein Hubschrauber eingesetzt“, so Soika weiter.

Die Tiere waren gegen 15 Uhr von einem Bauernhof am Steinbergsweg ausgebrochen. Sie schwammen zunächst durch einen angrenzenden Baggersee. Sämtliche Versuche von Landwirten und Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Bösel, die Tiere am Ufer einzufangen, scheiterten: Die Bullen zeigten sich von ihrer aggressiven Seite und griffen an, um sich den Fluchtweg freizumachen.

Die Tiere türmten in verschiedene Richtungen – die Einsatzkräfte hinterher. Zwischenzeitlich wurden auch die Kameraden der Altenoyther Feuerwehr nachalarmiert. Ein Bulle konnte schließlich auf einem Hof auf Altenoyther Gebiet von einem Jäger mit einem Betäubungspfeil ruhiggestellt werden.

Ein zweiter fand sich auf einem Hof an der Overlaher Straße ein. Das Tier im Vehnemoor sollte laut Polizeiangaben eigentlich von einem Jäger geschossen werden, wurde dann aber nicht mehr gesichtet. An diesem Donnerstag geht die Suche nun weiter.

Anja Biewald
Anja Biewald Redaktion Oldenburg