BöSEL - „Ich möchte die ganzen Jahre bei der Feuerwehr nicht missen, die Arbeit hat immer viel Spaß gemacht.“ Franz-Josef Lübbe war als junger Mann in die Freiwillige Feuerwehr Bösel eingetreten, zwölf Jahre lang war er stellvertretender Gemeindebrandmeister, zwölf weitere Jahre lang Gemeindebrandmeister, seit 2009 gehört er der Altersabteilung an – das ehrenamtliche Engagement in der Wehr hat das Leben des heute 64-Jährigen wesentlich geprägt. Seit Freitagabend ist er Ehrengemeindebrandmeister.
„Einfach hingegangen“
Franz-Josef Lübbe wurde in Bethen geboren, 1957 zog er nach Bösel. Im Alter von 18 Jahren wurde er dann Mitglied der Feuerwehr: „Ich bin da damals einfach hingegangen und hab’ mitgemacht.“ Dann folgten der Grundlehrgang und irgendwann die Generalversammlung der Wehr, bei der Lübbe vom Feuerwehrmannanwärter zum Feuerwehrmann befördert wurde. „Freunde von mir waren auch dabei“, erzählt der Böseler – einmal Feuerwehr, immer Feuerwehr, ans Aufhören hat er nie gedacht.
Herzklopfen vorm Einsatz
Und so verging ein Dienstjahr nach dem anderen: Lübbe hat eine Menge Einsätze mitgemacht, er hat Schlimmes und Schönes erlebt. „Einige Einsätze vergisst man nie“, so Lübbe: Geschädigte bei einem Brand oder Opfer bei einem Unfall – in einer kleinen Gemeinde wie Bösel kennt man sich meistens. Herzklopfen hätte deshalb bei jeder Fahrt zu einem Einsatz dazugehört: „Man weiß ja wirklich nie, was kommt.“
Besonders viel Freude hat Franz-Josef Lübbe der Bau des neuen Feuerwehrhauses am jetzigen Standort bereitet. Alle Kameraden hätten mitangepackt, viele Arbeiten konnten in Eigenleistung erledigt werden. „Wir haben mit dem Standort Glück gehabt. Dort gibt es viel Platz, auch für die Jugend und Schulungen.“ Dass sich die Böseler Jugendfeuerwehr in den vergangenen 50 Jahren so gut entwickelt hat, freut Lübbe. Und er freut sich über den Titel des Ehrengemeindebrandmeisters: „Natürlich bedeutet mir das etwas. Ich nehme die Auszeichnung gerne an.“
